30. Tag der Sachsen 2021 in Freital wird verschoben

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Symbolbild/pixabay

Dresden/Freital. Sachsens größtes Vereins- und Verbandsfest wird wegen der Corona-Pandemie im Jahr 2021 nicht stattfinden können.

Dies haben der Präsident des Kuratoriums Tag der Sachsen, Dr. Matthias Rößler und der Oberbürgermeister der Großen Kreisstadt Freital, Uwe Rumberg, heute bekanntgegeben. Das Volksfest wird in einem späteren Jahr in Freital nachgeholt. Dem Wunsch der Stadt Freital, das Fest zu verschieben, wurde durch die Mitglieder des Kuratoriums Tag der Sachsen mit einem Beschluss entsprochen.

Der Präsident des Kuratoriums, Dr. Matthias Rößler, bedauert sehr, dass es auch 2021 keinen Tag der Sachsen geben wird. „Nachdem wir im Sommer bei herrlichem Wetter den Staffelstab an die Stadt Freital weitergegeben haben, waren wir sehr hoffnungsvoll, dass unser Fest nächstes Jahr wieder stattfinden kann. Die Stadt Freital hat von Anfang an sehr engagiert an der Festvorbereitung gearbeitet und lag mit ihren Vorbereitungen auf den 30. Tag der Sachsen sehr gut im Plan. Momentan kann allerdings niemand sicher vorhersagen, wie sich das Pandemiegeschehen weiter entwickeln und wie die Situation im September 2021 aussehen wird. Auf Grund dessen hat die Stadt Freital das Kuratorium Tag der Sachsen gebeten, den Tag der Sachsen auf ein späteres Jahr zu verschieben – um dann mit genügend Vorlaufzeit darauf hinzuarbeiten, einen Tag der Sachsen ganz unbeschwert und herzlich miteinander zu feiern. Allen, die sich bislang für den Tag der Sachsen in Freital engagiert haben – seien es die bereits beteiligten Vereine, Verbände, Ehrenamtlichen, Partner und Unterstützer, und natürlich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt – danke ich sehr herzlich für ihren Tatendrang, Ideenreichtum und deren bisher geleistete Arbeit. Daran werden wir anknüpfen. Ich hoffe, dass Sie auch im Jahr der Nachholung wieder mit Herzblut mitwirken, um den Tag der Sachsen in Freital zu einem besonderen Fest werden lassen.

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Freitals Oberbürgermeister Uwe Rumberg sagt dazu: „Wir bedauern es sehr, den Tag der Sachsen in Freital verschieben zu müssen und möchten allen danken, die uns bereits tatkräftig unterstützt haben. Welche Auswirkungen die Corona-Pandemie im September 2021 haben wird, ist derzeit völlig unklar. Der Vorlauf und die Vorbereitungszeit für den Tag der Sachsen, dem größten sächsischen Volks- und Heimatfest, ist dagegen sehr lang. Wir befinden uns jetzt in der Situation, dass wir Verträge für planungsintensive Konzepte im Bereich Sicherheit und Verkehr im fünfstelligen Bereich zeitnah hätten auslösen müssen. Außerdem standen Ausschreibungsverfahren für Sicherheits- und Sanitätsdienst, Bühnen sowie die Ver- und Entsorgung an, für die die planerischen Sicherheiten gefehlt haben. Freital ist gern Ausrichterstadt für ein unbeschwertes, frohes und verbindendes Volks-, Heimat- und Vereinsfest zu einem späteren Zeitpunkt, wenn sich die Lebens- und Wirtschaftsverhältnisse wieder stabilisiert haben.

Die Freitaler Projektleiterin Katrin Reis, Büroleiterin des Oberbürgermeisters, ergänzt: „Diese frühe Entscheidung mag überraschend kommen und schmerzt. Uns ist sehr bewusst, dass der Tag der Sachsen für viele Vereine aber auch Händler, Künstler und Schausteller ein Lichtblick im Jahr 2021 war. Mit unserem derzeitigen Kenntnisstand können jedoch keine maßgeblichen Entscheidungen getroffen werden, die für die weitere Vorbereitung dringend notwendig wären. Alle Projektmitarbeiter wünschen sich, dass es anders wäre. Wir müssen aber der Realität ins Auge sehen, die aktuelle Faktenlage spricht gegen eine Durchführung im Jahr 2021.

Peter Pfitzenreiter, ebenfalls Projektleiter und Erster Bürgermeister von Freital, führt weiter aus: „Aus finanzieller Sicht steht die Kommune wegen der Corona-Pandemie in den kommenden Jahren vor enormen Herausforderungen. Die bereits angefallenen Kosten zur Vorbereitung des Festes sind im Vergleich zum geplanten Gesamtbudget überschaubar, vieles kann für unseren 100. Stadtgeburtstag nachgenutzt werden. Die Vorbereitungsarbeiten nun noch weiter voran zu treiben und weitere Kosten zu verursachen, wäre aber aus jetziger Sicht unvertretbar.“

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Ministerpräsident Michael Kretschmer bedauert es sehr, dass der Tag der Sachsen nächstes Jahr nicht stattfindet. „Wir haben intensiv mit der Stadt überlegt, wie der Tag der Sachsen in 2021 auch unter den aktuellen Vorzeichen möglich sein kann. Leider haben die letzten Wochen gezeigt, dass die Bewältigung der Pandemie derzeit unsere ganze Kraft in Anspruch nimmt und Festplanungen sehr schwierig macht. Für den Tag der Sachsen bedeutet das jetzt erst einmal eine pandemiebedingte Pause. Aber klar ist auch: Wir sind sehr stolz auf unser Landesfest mit seiner 30-jährigen Geschichte. Es ist eine wichtige und große Bühne für das sächsische Ehrenamt und zeigt unser vitales Vereins- und Verbandswesen. Die sächsischen Vereine und Verbände tragen und gestalten den Tag der Sachsen als ihr Landesfest mit. Diese Verbundenheit ist großartig und ich freue mich in diesen Zeiten ganz besonders, bald wieder mit vielen Menschen gemeinsam den Tag der Sachsen feiern zu können.“

Wie geht es weiter?
Die Freitaler Projektleitung des »Tages der Sachsen« und ihr Team leiten jetzt gemeinsam mit allen Beteiligten die nächsten organisatorischen Schritte ein. In den kommenden Tagen gilt es, alle Akteure über die Verschiebung zu informieren, Fragen zu beantworten und die Arbeitsstände zu sichern, um die Vorbereitung später nahtlos wieder aufnehmen zu können.

Hintergrund
Der »Tag der Sachsen« ist Sachsens größtes Vereins- und Verbandsfest. Es wird seit 1992 jedes Jahr von einer anderen Stadt ausgerichtet. Der ideelle Träger des Festes ist das Kuratorium »Tag der Sachsen«. Es konstituierte sich am 22. Februar 1992 in Dresden und begleitete seither jährlich Sachsens größtes Volks- und Heimatfest. Zum Kuratorium gehören Vertreter/innen von 79 überwiegend landesweit tätigen Vereinen und Verbänden sowie der Freistaat Sachsen. Dr. Matthias Rößler, der Präsident des Sächsischen Landtages, ist Präsident des Kuratoriums.

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