Spiel ließ an Klasse und Spannung keine Wünsche offen

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Foto: Memofotografie - Jens Beulich

Grimma. Der VVG hat trotz Ausfall einer wichtigen Blockspielerin den nächsten Coup gelandet.

Mit viel Aufschlagdruck (Kristin Schröder) und einer 3:0-Führung wurde die Begegnung in der Muldentalhalle eingeläutet, doch die Gäste hatten sich schon bald auf den Kontrahenten eingestellt und lagen zur 1. Technischen Auszeit vorn. Als sich Lisa Erdtmann am Netz durchzusetzen vermochte, war der Ausgleich wieder hergestellt und nach zwei Satzdritteln begann Grimma davonzuziehen. Es wurde jedoch wieder abgefangen und die Abwehr bekam Probleme mit der Angriffshärte der Gäste, die nun in Aufschlagspielerin Annie Cesar ihre Meisterin fand und das Ding auf 25:22 zog.

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Hart umkämpft war auch die Auftaktphase des zweiten Satzes und hier muss ein Schnellangriff Erwähnung finden, der von Julia Eckelmann per Überkopfzuspiel eingeleitet und von Anika Boin abgeschlossen wurde. Und eben diese Anika Boin war es, die eine achtfache Aufschlagserie aufs Parkett legte. Damit war den Gästen der Zahn (des Satzes) gezogen und Grimma wehrte ab, blockte und schmetterte aus allen möglichen und unmöglichen Lagen. Mit einem Täuschungsmanöver von Uli Schemel wurde der Sack zugebunden und Stuttgart mit 25:9 in die Pause geschickt.

Der 3. Satz war wieder ausgeglichen und erst zur Satzmitte – hier gab es u.a. eine zweimalige Superabwehr von Sandra Kinne zu bejubeln – gelang es dem VVG, zu enteilen. Emily Langguth und Josi Seifert waren im Spiel und beim 22:17 schienen die Messen gesungen. Weit gefehlt, die Gäste glichen aus, auch die Grimmaer Auszeiten bewirkten nicht wirklich etwas und die Gäste hatten zweimal Satzball. Nichts für schwache Nerven also, doch der VVG hatte beim 27:25 die Nase vorn.

Durch individuelle Fehler lag der VVG in Satz 4 zunächst hinten, hatte sich aber spätestens wieder gefangen, als Steffi Kuhn ein Aufschlag-Ass zum 6:6 gelang. Mit gelegten Bällen war das reaktionsschnelle Team vom Neckar nicht zu beeindrucken und dies wurde dem VVG-Angriffstrio Kuhn, Boin und Schröder in der zweiten Satzhälfte bewusst – beim 21:17 war der Spielgewinn nahe. Es wurde nochmals eng, als Stuttgart jedoch nach einem abgewehrten Matchball den Aufschlag ins Aus setzte, war die Entscheidung gefallen – 25:23.

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Jelena Wlk (rechts) und Steffi Kuhn (links) erhielten diesmal die Blumen für die wertvollsten Spielerinnen ihrer Teams und Stuttgarts Coach Johannes Koch fand es „cool, vor dieser Kulisse zu spielen. „Grimma hat überragend aufgeschlagen und wir bekamen in Satz 2 keinen Zugriff auf das Spiel. Die anderen Sätze waren eng, doch der VVG wirkte abgezockter.“ Jorge Munari analysierte: „Stuttgart war ein starkes Team, das uns voll gefordert hat. Auch am Mittwoch werden wir beim VC Olympia auf eine junge und gut ausgebildete Mannschaft treffen.“ Spielbeginn wird um 14.00 Uhr sein und die Begegnung in der Sporthalle des Schulsportzentrums Dresden (Messering 2 a) ausgetragen.

VV Grimma mit: Ebert, Erdtmann, Schemel, Boin, Kuhn, Langguth, M. Eckelmann, Schröder, J. Eckelmann, Kinne, Seifert, Zuschauer: 290

VV Grimma – Allianz MTV Stuttgart II 3:1

(22:25, 25:9, 27:25, 25:23)

Quelle: VV Grimma

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