Ausstellung „Inside Out“ in Rathausgalerie eröffnet

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Foto: Detlef Rohde

Grimma. „Mit Kunst gegen Corona“, sagte die Bildhauerin Ute Hartwig-Schulz noch am Freitag, als die Künstlerinnen Asana Fujikawa, Olga Grigorjewa, Anna Holzhauer, Katharina Kiebacher, Anna Schimkat, Verena Schmidt, Marike Schreiber, und Marianne Wesolowska Eggimann, die im vergangenen Jahr Stipendiatinnen des Künstlergutes Prösitz waren, letzte Hand an ihre Arbeiten legten, um am Samstag ihre Werke in der Rathausgalerie präsentieren zu können.

Die Anspannung von Veranstaltern und Künstlern war in den letzten Tagen mit den Händen zu greifen, zumal am Freitag bekannt gegeben wurde, dass Schulen und Kitas wegen der Corona Pandemie geschlossen werden und damit gerechnet werden muss, dass auch kleinere Events in Kürze untersagt werden.

Umso glücklicher erlebte man Ute Hartwig-Schulz, dass ihre Künstlerinnen, die im vergangenen Jahr auf dem Künstlergut Prösitz mitgewirkt haben, doch noch das Glück hatten, ihre Kunstwerke rund 50 Gästen präsentieren zu können. Nach einem Grußwort des Hausherrn Peter Schäfer und einer Laudatio von der Kuratorin Christine Dorothea Hölzig wurde es musikalisch. Bereits im vergangenen Jahr präsentierte die Leipziger Künstlerin Anna Schimkat ihr Projekt „Die Glocken von Mutzschen“. In einer kleinen Performance präsentierten ehemalige Mitwirkende zusammen mit Chorleiterin Katharina Nicolaus, einen klangvollen Auszug aus dem Werk. Dabei bildete Katharina Nicolaus aus den anwesenden Gästen einen „Zufallschor“, der die Tonlage der Glocken aufnahm und den Text „Ehre sei Gott in der Höhe“ und „Lasset die Kindlein zu mir kommen“ im Rhythmus der einzelnen Glocken in Form eines geordneten Chaos vortrug. Bevor Ute Hartwig-Schulz die Gäste in die Ausstellungsräume bat, lud sie alle Interessierten ein, sich einen Teil des Mutzschener Kunstwerkes vor der Galerie anzusehen und es auszuprobieren. Auf den ersten Blick sieht es wie ein Baugerüst aus, auf dem jemand Fähnchen platziert hat.

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Die oben angebrachten Fahnen bilden das „SOS“ aus dem in der Seefahrt benutzten Winkelalphabets nach und wenn man die Fahnen an den eigens angebrachten Kurbeln dreht, gibt es, wie bei einer Kinderrassel, ein Geräusch, von dem jedes einzelne für den Weltfrieden steht. Im Rahmen der Ausstellungen finden diverse Projekte statt, über die das Künstlergut Prösitz aktuell informieren wird. Für den kommenden Dienstag ist in der Rathausgalerie um 15 Uhr eine Führung mit Ute Hartwig-Schulz geplant. Wir bitten Sie, in den Medien zu verfolgen, ob Veranstaltungen stattfinden dürfen oder nicht.

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