Erster sächsischer Coronavirus-Fall bestätigt

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Symbolbild/pixabay

Sachsen. Es gibt den ersten bestätigten Fall einer Infektion mit dem Coronavirus in Sachsen.

Unter den 35 Personen des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, die gemeinsam mit einer Person aus der Region Hannover, bei der mittlerweile eine Infektion mit dem Coronavirus diagnostiziert wurde, von Italien nach Deutschland gereist sind, hat sich bisher ein Verdachtsfall bestätigt. Bei einem 67-Jährigen aus dem Landkreis Sächsische Schweiz/Osterzgebirge war ein Rachenabstrich genommen worden. Der Test bei der Landesuntersuchungsanstalt LUA hatte ein positives Ergebnis auf das Virus SARS-CoV-2 ergeben. Der Untersuchte zeigte keine Symptome.

Die Zusammenarbeit der Gesundheitsämter in Hannover und Sachsen hat über Ländergrenzen hinweg funktioniert. Nachdem der Niedersachse positiv auf das Coronavirus getestet worden war, wurden alle Informationen sofort aus Hannover nach Sachsen übermittelt. Das Gesundheitsamt hatte mit allen Busreisenden und somit auch mit der betroffenen männlichen Person umgehend Kontakt aufgenommen. Der erweiterte Personenkreis, mit welchem die positiv getestete Person Kontakt hatte, wird durch das Krisenzentrum des Landkreises ermittelt. Weitere Beprobungen werden durch den Landkreis durchgeführt.

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Die betroffene Person befindet sich bereits in häuslicher Quarantäne. Der aktuelle Gesundheitszustand der mit dem Corona-Virus diagnostizierten Person ist stabil.

Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping betont: »Ich wünsche der betroffenen Person gute Besserung und eine gute Ausdauer bei der Absolvierung der Isolation. Ich danke für das Verständnis bei ihnen, dass diese Maßnahmen unumgänglich sind. Und ich bin sehr froh, dass alle beteiligten Behörden und Ärzte besonnen und schnell reagiert haben. Dies zeigt, dass unsere Vorbereitung für diesen Fall richtig und gut waren.« Die festgelegte Quarantäne der 35 Personen, die heute im Landratsamt beprobt wurden, verlängert sich bis zum 16. März 2020.

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