Humorvolles „Gekritzel“ aus Grimma für die liebe West-Verwandtschaft

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Bild: „Immer das olle Gekritzel“, Dora Fritsche, ein Kunstwerk auf Postkarten: Lese-Bilderbuch für Erwachsene, herausgegeben von Michael Fritsche, Dorothea Thomé, Institut für sprachliche Bildung – Fachverlag Lesen und Rechtschreiben, Oldenburg (Oldb.), 2019, 96 Seiten.

Grimma. Zum 30. Jahrestag des Mauerfalls erinnert das Oldenburger Institut für sprachliche Bildung mit einem ganz besonderen Zeitzeugnis an die Jahrzehnte, in denen der Osten und der Westen Deutschlands getrennte Wege gingen.

Unter dem Titel „Immer das olle Gekritzel“ ist ein Lese-Bilderbuch in großer Schrift mit Abbildungen von zahlreichen illustrierten Grußkarten und Dankesschreiben an die „West-Verwandtschaft“ aus den Jahren 1951 bis 1991 erschienen. Sie stammen von Dora Fritsche (1907-1991). Die kunstvollen, mit vielen Augenzwinkern gezeichneten Selbstporträts sind flankiert durch doppeldeutige Texte und Gedichte. Sie geben lebendige Einblicke in den damaligen DDR-Alltag.

Fritsche wurde in Düsseldorf geboren. 1937 begann sie als technische Zeichnerin für „Rheinmetall“ zu arbeiten, der Betrieb wurde in den letzten Kriegsjahren nach Sachsen ausgelagert. Bis zu ihrem Tod im Mai 1991 wohnte Dora Fritsche im Grimmaer Stadtteil Hohnstädt, während ihre Verwandtschaft mehrheitlich „im Westen“ lebte. „Diese deutsch-deutsche Familienkorrespondenz ist für alle Leserinnen und Leser spannend, die die damalige Zeit miterlebt haben, aber auch für jüngere Menschen interessant, die sich nur schwer vorstellen können, wie grundlegend Pakete, Postkarten und Briefe für den Familienzusammenhalt über die Mauer hinweg waren.“ Mehr zu Dora Fritsche sowie eine Leseprobe unter www.grimma.de/dorafritsche.

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