Kittel, Desinfektion und Gips – Kinder aus Trebsen erforschen das Krankenhaus Grimma

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Foto: © Muldentalkliniken

Grimma/Trebsen. Sommerferien im Krankenhaus können Spaß machen: 16 Kinder aus der ersten bis dritten Klasse der Grundschule Trebsen waren von den Muldentalkliniken zu einer kleinen medizinischen Forschungsreise eingeladen.

Maria-Diana Kühn, Mitarbeiterin der Verwaltung des Krankenhauses Grimma und selbst ehemalige Schülerin der Grundschule Trebsen, koordinierte diesen Ausflug am 26.7.2016 für den Hort der Grundschule Trebsen. Die Horterzieherinnen hatten bei ihr angeklopft und wünschten sich den informativen Krankenhausbesuch für ihre Schützlinge im Rahmen eines abwechslungsreichen Ferienprogramms.

Die jungen Besuchsmediziner hatten viel zu tun: Blutdruck und Sauerstoffsättigung messen, Arm eingipsen lassen, Rettungswagen und Hubschrauberlandeplatz überprüfen, Babywickeln lernen, Gelenke mobilisieren. Sie kennen jetzt die Notaufnahme, den Rettungsdienst, die Röntgengeräte, den Kreissaal und die Physiotherapie. Dabei wurden in diesem jungen Alter bereits intensiv Erinnerungen ausgetauscht: „Mein Opa war mal hier.“„Ich bin hier auf die Welt gekommen.“ „Hattest du auch schon mal ein gebrochenes Bein?“ Streng wurde die Kleiderordnung begutachtet, denn „die Ärzte bei ‚In aller Freundschaft‘ haben auch immer lange Kittel an.“ Im Gespräch mit Notarzt und Rettungssanitätern verglich ein Schüler fachmännisch die Kosten eines Rettungswagens mit denen eines Traktors. Und unterwegs wurden sämtliche Waschräume genutzt, weil „das Desinfizieren der Hände an dem Spender so toll und ja auch wichtig ist“!

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Die Muldentalkliniken bieten sowohl in Grimma als auch in Wurzen für Kinder Geschwisterkurse im Rahmen der Geburtsvorbereitung an, aber Führungen durch mehrere Stationen sind natürlich wegen des laufenden Betriebs schwierig und bleiben eine Ausnahme. Annett Berger, Pflegedienstleiterin der Muldentalkliniken: „Im Sommer ist es etwas ruhiger und daher freuen wir uns, wenn wir Kindern aus dem Landkreis ermöglichen können, ihr Krankenhaus kennenzulernen und echtem Arzt- und Pflegepersonal aus dem wirklichen Leben zu begegnen. Das schafft Vertrauen, falls vielleicht doch einmal ein Krankenhausaufenthalt notwendig wird.“ Auch die Einblicke in die Welt der medizinischen Berufe sind wertvoll. Nachhaltig wirkte schon der eine Ferientag. Eine der Schülerinnen nahm ihren Armgips begeistert mit nach Hause, „um Mutti zu überraschen.“

Quelle: PM Muldentalkliniken

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