Wald und Forstbetriebe unter Dauerstress – Sachsenforst konzentriert sich auf Krisenbewältigung

Symbolbild/pixabay

Sachsen. Die massiven Schäden in den sächsischen Wäldern setzen sich auch in diesem Jahr in bislang unbekanntem Ausmaß weiter fort.

Nachdem die Rekorddürre im vergangenen Jahr und schwere Stürme bis in das Frühjahr hinein die Gesundheit der Wälder nachhaltig beeinträchtigt haben, fressen Borkenkäfer in einer nie dagewesenen Anzahl unter der Rinde der Bäume und bringen ganze Waldgebiete in Gefahr. Die aktuelle Situation verlange den Forstbetrieben in Sachsen alles ab.

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Auch der staatliche Forstbetrieb stößt an seine Grenzen: „Die massiven Waldschäden zwingen uns, alle verfügbaren Arbeitskapazitäten in unsere Kernaufgaben zu lenken“, verdeutlicht Landesforstpräsident Utz Hempfling. „Wälder schützen Landschaft, Natur und Umwelt. Das müssen wir durch kluge Steuerung unserer Möglichkeiten weiter sicherstellen.“ Die Verlagerung von Aufgaben erfordert aber auch schwierige Entscheidungen: „So schwer es uns auch fällt, müssen wir selbst sehr wichtige Aufgaben zeitweise zurückfahren“, zeigt sich Hempfling ernüchtert.

Die Krise trifft die Forstbetriebe gleich mehrfach: Nicht nur werden Wälder durch die Schäden entwertet und müssen aufwendig und zu hohen Kosten wieder verjüngt werden. Das massenhaft auf den Markt gespülte Schadholz hat auch die Holzpreise einbrechen lassen, während die Kosten für die Sanierung der Wälder steigen. Um zusätzliche Schäden zu verhindern, sind Waldeigentümer gleichzeitig gezwungen, zu hohen Kosten und geringen Erträgen von Borkenkäfer befallene Bäume einzuschlagen und abzutransportieren. Geschieht dies nicht, fallen noch mehr Bäume den gefräßigen Käfern zum Opfer.

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Hinzu kommt, dass die für die Aufarbeitung von Käferholz notwendigen Ressourcen wie Arbeitskräfte, Maschinen und Transportkapazitäten nur noch in begrenztem Umfang zur Verfügung stehen. Die äußerst angespannte Situation und die begrenzten Ressourcen zwingen zum Handeln: Vordringliche Aufgabe für Sachsenforst ist der Schutz der großen zusammenhängenden Waldgebiete. Abgestorbene Bäume, die nicht mehr durch Borkenkäfer befallen werden können, verbleiben im Wald. Wichtige Investitionen in Waldwege oder Erholungseinrichtungen müssen zurückgestellt werden.

Die Waldschutzsituation hat sich gegenüber den letzten Monaten weiter verschärft. Sachsenforst setzt weiteres Personal für die Krisenbewältigung ein und hat auch die notwendigen zusätzlichen Haushaltsmittel erhalten. Der Arbeitskräfte- und Maschineneinsatz wird gezielt darauf ausgerichtet, die weitere Ausbreitung der Borkenkäferkalamität einzudämmen.

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Auch bei der Jagd im Landeswald werden die Prioritäten sichtbar:
„Jetzt müssen wir uns zunächst auf den Erhalt der bestehenden Wälder fokussieren. Darum haben wir im Zuge der Abschussplanung unsere Anstrengungen insbesondere bei der Rotwildbejagung in den besonders gefährdeten Gebieten der Mittelgebirge auf dem Niveau der Vorjahre fortgeschrieben“, erklärt Hempfling. Er richtet den Blick aber auch in die Zukunft: „Für die notwendige Wiederbewaldung der entstandenen Schadflächen und für die konsequente Fortsetzung des Waldumbaus müssen wir die Wildbestände auch in den kommenden Jahren so regulieren, dass sich stabile und zukunftsfähige Wälder entwickeln.“

Weitere Informationen zum aktuellen Borkenkäfer-Schadgeschehen und zur Jagd bei Sachsenforst finden Sie im Internet unter www.sachsenforst.de

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