Mutzschener Marktplatz um eine Attraktion reicher – Leuchtturm wird nächste Woche fertig gestellt

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Foto: Detlef Rohde

Grimma/Mutzschen. Am Samstag zog es die Mutzschener auf ihren Marktplatz. Der polnische Künstler Mateusz Godolny brannte den gläsernen Brennofen um zehn Uhr morgens an. Mateusz, dessen Name weltweit ein Begriff ist, hatte in Zusammenarbeit mit der Künstlerin und Leiterin des Kunsthofes Prösitz, Ute Hartwig-Schulz, das Projekt an der Via Regia entwickelt.

Hintergrund ist es vor allem die Bedeutung der Via Regia, die sich von China bis hin nach Santiago de Compostella erstreckt und die 2012 zur europäischen Kulturstraße erhoben wurde, hervorzuheben.

Insgesant arbeiteten die Künstler mit Hilfe von Freunden aus ganz Deutschland sechs Tage hart daran, das Projekt zu realisieren. Während das Mauern der Brennkammern am Montag noch relativ einfach erschien, waren die übrigen fünf Tage eine Herausforderung. In dem Ofen wurde Keramik, die während des Projektes gebrannt werden sollte, geschichtet, während Mateusz Godolny von außen den Stahlrahmen für die gläserne Außenhaut des Ofens schweißte. Die restlichen Tage schichteten die Künstler und ihre Unterstützer in Kleinstarbeit 4 Tonnen Glasplättchen auf, um die Wände entstehen zu lassen. Durch die verschiedenen Farben der Glasscheiben, entstanden verschiedene Motive, darunter eine dem Sonnenaufgang zugewandte Sonne und gegenüber ein Mond mit Sternenhimmel und die Kirche von Mutzschen.Ab morgen, fangen die Arbeiten am eigentlichen Leuchtturm an, der dann die nächsten Jahre als zentraler Punkt die Menschen der Stadt Mutzschen zum verweilen, ausruhen und miteinander reden einladen soll.

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Noch vor einiger Zeit stand an der Stelle eine Litfasäule, deren Erfindung in diesem Jahr ihren 100sten Geburtstag gefeiert hätte. Litfassäulen waren früher eine Art Nachrichtenbörse, an denen wichtige Informationen verbreitet wurden. In Großstädten wie Berlin liefen in ihnen Medien wie Strom und Telefon für ein bestimmtres Gebiet zusammen.

Der Mutzschener Leuchtturm wird in dieser Woche noch mit einer solargestützten Beleuchtung ausgestattet, so dass er den Marktplatz künftig in ein warmes Licht tauchen wird.

Text und Bilder: Detlef Rohde

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2 Kommentare

  1. Bitte berichten Sie weiterhin über den Leuchtturm von Mutzschen.
    Ich war am 12. Juni auf dem Marktplatz und fand einen Schrotthaufen statt einem Kunstobjekt vor.
    Soll das Kunstwerk tatsächlich so aussehen und ist es geglückt?
    Oder arbeiten die „Künstler“ noch daran???

  2. Es ist noch nicht fertig. Es folgen noch ein Spitzdach und die Verfugung der Lücken. Außerdem wird ein Geländer es umzäunen.

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