Polizei störte Polen beim Abtransport

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A14/Grimma. Parkplatzkontrolle hieß Mittwoch Nacht auf der Muldentalraststätte Nord in dem Fall das Zauberwort. Jedenfalls fiel bei einer solchen Maßnahme den beiden Gesetzeshütern der polnische Transporter auf, dessen Schiebetür leicht geöffnet war.

Da niemand auf Klopfen reagierte, öffneten die Gesetzeshüter die Tür gänzlich und erblickten im Frachtraum mehrere neue Aluminiumfelgen eines renommierten deutschen Herstellers. Der Zündschlüssel steckte. Mit Gewissheit, Dieben auf der Spur zu sein, prüften die Gesetzeshüter nun die nähere Umgebung und fanden weitere Felgen, die hinter dem Sattelzug eines ungarischen Spediteurs lagen. Just in dem Moment kam ein Lkw-Fahrer aufgeregt auf die Polizisten zugerannt und erklärte, dass zwei oder drei Männer mit Kapuzen über den hoffnungslos überfüllten Parkplatz gerannt waren – an jeder nur erdenklich möglichen Stelle parkten Lkws – und unerkannt ins nirgendwo verschwunden waren. Trotz sofortiger Suche mit Hubschrauber und Spurensuchhund blieben die Diebe unentdeckt. Zwar konnte der Fährtenhund die Fährte an einer im Fahrzeuginneren gefunden Jacke aufnehmen und folgte dieser noch über die Tank- und Rastanlage in südliche Richtung, doch verlor sich die Spur auf dem Tankstellenvorplatz. Nun wurde der Fahrer (59) des ungarischen Sattelzuges geweckt. Der prüfte die Planen seines Lkw und stellte zwei Schlitze an der Außenseite des Aufliegers fest. Schließlich öffnete er die Hecktür und lud die zehn Felgen, die hinter dem Lkw lagen, nach kriminaltechnischer Tatortarbeit wieder in seinen Schlepper. Die fünfzig Felgen jedoch, die bereits im Kleintransporter verstaut waren, wurden samt Fahrzeug zur kriminaltechnischen Untersuchung sichergestellt. Laut Schätzung des 59-Jährigen betrug die zum Abtransport vorbereitete Ware einen Gesamtwert von ca. 20.000 Euro. Die Kriminalpolizei ermittelt.

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