Nicolaiplatz: Gammelrondell ist jetzt bunt!

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Grimma. Da staunten die älteren Herrschaften einer Reisegruppe am Dienstag nicht schlecht…. Ja. was machen denn die Kinder und Jugendlichen da? Sprühen die die Wände voll?

Natürlich, sei schon vorweg gesagt: Das ganze war natürlich legal geschehen. Seit Jahren gammelt das Rondellgebäude auf dem Nicolaiplatz vor sich hin. Mal war es öffentliche Toilette, mal ein Imbiss. Seit Jahren steht der runde Klotz nun leer und alterte vor sich hin und bekam zunehmend Schmierereien auf die Fassade. Schön ist Anders.

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Auch der Oberbürgermeister griff zur Spraydose. Foto: Sören Müller

Nun hatte das „Dorf der Jugend“ rund um Tobias Burdukat die Idee ein großes Grafitti aus den ca. 70qm Wandfläche zu gestalten. Einfach drauf lossprühen ging da natürlich nicht. Mit Unterstützung der Stadtverwaltung wurde Farbe gekauft, eine grobe Skizze erstellt und diese dann auf die Wand nachgezeichnet und ausgesprayt. Das war aber gar nicht so einfach, denn das fertige Bild auf der Wand musste man sich visuell einmal aufklappen und die Abmessungen grob abschätzen.

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An dem Kunstwerk haben viele Kinder mitgesprayt, von großen bis zu kleinen Flächen. Auch Oberbürgermeister Matthias Berger griff zur Spraydose. Jeder konnte sich einbringen. Am Ende wurde ein tolles Kunstwerk fertig. Ein Kunstwerk mit einer Message: Du hast die Wahl! Damit wollten die Kids auf die zunehmende Vermüllung in der Innenstadt hinweisen. Quasi den Denkanstoss setzten, vielleicht doch eher mal den Müll drei Meter weiter bis zum nächsten Mülleimer zutragen. Klasse Geschichte, Klasse Aktion! Grimma ist nun ein Stück bunter!

 

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2 Kommentare

  1. Das ist ja so was von Toll da werden Schmierfinken ja dazu aufgefordert andere Wände zu besprühen Graffiti ist keine Kunst es ist einfach nur Schmiererei wer so was schon mal an seiner Hauswand hatte weis wovon ich rede

  2. Sehr geehrter Herr Müller,

    Ihr Frust ist durchaus nachvollziehbar und auch ich ärgere mich wenn an unserem Gebäude an Stellen welche aus Denkmalschutzrechtlichen Gründen nicht frei gegeben sind für das Sprühen ein Graffiti ist. Verhindern kann ich dies jedoch schwer. Graffiti ist ein wesentlicher Bestandteil der Lebenswelt junger Menschen und es ist eine sehr relevante Ausdrucksform von jungen Menschen. Ob Kunst oder nicht können wir sicherlich nicht klären, denn ich bin kein Kunsthistoriker und kann dies deshalb nicht beurteilen. Für mich ist der Fakt entscheidend das es Bestandteil der Lebenswelt junger Menschen ist. Da dieses Projekt ein Angebot der Offenen Kinder und Jugendarbeit war, war auch die Methodik bewusst gewählt, denn ein junger Mensch wirkt eher an der Gestaltung seines Umfeldes mit wenn er mit dem Angebot etwas anfangen kann und es für ihn interessant ist. Was bei Graffiti der Fall ist. Ziel war es das Bild mit so vielen jungen Menschen wie möglich zu gestalten und dabei auch Informationen über die Ausdrucksmöglichkeit des Graffiti unter den Jugendlichen zu verbreiten. Wie eben auch das es nicht cool ist historische Gebäude zu besprühen und das es hinter der Graffitikultur auch noch mehr gibt als die von Ihnen als Schmiererei bezeichneten Bilder. Das ganze ist eine Form der Beteiligung junger Menschen an dem Geschehen und der Gestaltung ihres eigenen Umfeldes. Ich frage mich immer beim lesen von Kommentaren wie dem Ihren, ob sie oder andere mit einem Elektriker auch darüber diskutieren wie er am Besten seine Kabel verlegt und Licht in Ihre Wohnung bringt oder ob Sie dies seiner Kompetenz als Elektriker (hier würde auch jeder andere Beruf in Frage kommen) überlassen? Wenn Sie dazu mehr Informationen haben möchten stehe ich gern für Fragen zur Verfügung, oder sende Ihnen gern Literaturempfehlungen über die fachlich anerkannten Methodiken der Jugendkulturellen Angebote der Offenen Kinder und Jugendarbeit zu.

    Solidarische Grüße

    Tobias Burdukat

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