Die schnellste Stadtratsitzung aller Zeiten in Naunhof – Morgen Streik!

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Naunhof. Wie heute morgen berichtet kam es heute Abend zu einer Sondersitzung des Stadtrats um darüber Abzustimmen ob der Bürgermeister Tarifvertragsverhandlungen mit seinen Bediensteten aufnehmen kann, welche für morgen einen Warnstreik angekündigt hatten.

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Die Stadtratsitzung, welche der Bürgermeister selbst einberufen hatte, um die gewählten Stadträte davon zu überzeugen ihm das Mandat für Verhandlungen über den Tarifvertragseintritt seiner Bediensteten zu erteilen war nach gut fünf! Minuten beendet. Damit waren vielleicht auch seine letzten Hoffnungen einen Streik abzuwenden zu nichte gemacht. vier Stimmen sprachen sich für die Mandatserteilung aus, zwölf blieben stur. Eine Stellungnahme zu den Gewerkschaftsforderungen blieb uns das Stadtoberhaupt aber ebenfalls bislang schuldig. Der Warnstreik morgen, welcher neben Kitas auch die Stadtverwaltung selbst betreffen wird, wird also durchgeführt. Wir bleiben dran.

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Ein Kommentar

  1. Schamlose und überhebliche Missachtung der Arbeit von Erzieherinnen, der Mitarbeiter der Verwaltung durch den Stadtrat

    Die Mehrheit der Stadträte von Naunhof setzt auf eine für Naunhof auf längere Sicht unheilvolle Konfrontation mit den Mitarbeitern der Verwaltung, statt nach vernünftigen Lösungen zu suchen.
    Die Verhinderungsstadträte wären besser beraten gewesen, wenn sie im Vorfeld einen ergebnisoffenen Dialog mit Erzieherinnen, den Mitarbeitern des Bauhofes und der Kernverwaltung gesucht hätten. Offensichtlich, so mein Eindruck, war das von vornherein nicht gewollt. Diese
    Blockadehaltung einiger Stadträte, die auch bei anderen Themen sichtbar wird, sabotiert die Arbeit
    des Bürgermeisters (Absicht?) und verhindert eine solide Arbeit der Verwaltung. Nach dem unrühmlichen Abgang des ehemaligen Bürgermeisters hat BM Zocher einen riesigen Berg
    angehäufter Probleme zu bewältigen, wofür er Unterstützung und nicht fruchtlose Auseinandersetzung dringend benötigt. Die Wirkung des Beschlusses, dass dem Bürgermeister verbietet, Tarifverhandlungen aufzunehmen beeinträchtigt die Motivation und Einsatzbereitschaft
    der Angestellten letztlich zum Schaden unserer Kinder und der gesamten Stadt. Naunhof hat mit diesem Beschluss ihren Ruf als kinderfreundliche Stadt verloren. Man muss an die Wahlversprechen, besonders der BIN Naunhof mit Herrn Schaller und Frau Barthel erinnern, die eine kinderfreundliche Stadt als oberstes Ziel ansahen. Natürlich kostet das alles viel Geld und man verweist auf die
    angehäuften Schulden der Stadt, vergisst dabei jedoch, dass dies in fast zwei Jahrzehnten mit aktiver Hilfe des Stadtrates geschehen ist. Prestigeinvestitionen in Größenordnungen wurden getätigt, Maßnahmen beschlossen, die finanziell nicht hinreichend gedeckt waren und nur mit unverantwortlicher Sparpolitik auf den Rücken der Angestellte realisiert werden konnten.
    Aber jahrelange Schuldenmacherei kann man in 5 Jahren nicht schon wieder auf Kosten der Beschäftigten ausbügeln. Als langjähriger Stadtrat kann ich den Frust der Betroffenen nachvollziehen. Naunhof hat die Kraft, das Problem zu lösen. Bisher sind aber bei der Haushaltskonsolidierung vor allem Eltern und Familien belastet worden, das wird nicht reichen.
    Alle Beteiligten sollten sich ganz schnell an einen runden Tisch setzen, damit unsere Stadt nicht als Stadt des Streites und der Streike weiter Imageverlust erleidet.
    Harry Eichhorn, l
    langjähriger Stadtrat in Naunhof

    Übriggens:
    Manche Bemerkungen und Stellungnahmen in diversen Internetforen sind nicht nur fröhlich,
    sondern sind wegen ihrer Ahnungslosigkeit und Voreingenommenheit sogar gefährlich, weil
    sie populistisch den Spaltpilz in die Bevölkerung hinein bringen.

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