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Weiße Weihnachten in Sachsen: Was die Wetterdaten für 2026 verraten

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Winterzauber mit Weihnachtsstern und Schneekugel
Winterzauber mit Weihnachtsstern und Schneekugel Symbolbild/KI generiert

Sachsen. Noch 47 Tage bis Heiligabend: Während vielerorts bereits die Vorbereitungen auf die Adventszeit laufen, stellt sich für viele Menschen die Frage, ob Sachsen in diesem Jahr weiße Weihnachten erleben wird.

Nur selten Schnee an allen drei Weihnachtstagen

Eine mit Datenstand Oktober 2026 veröffentlichte Analyse des Wetterportals Frostkompass hat Schneehöhendaten von 293 Wetterstationen des Deutschen Wetterdienstes aus dem Zeitraum von 1991 bis 2025 ausgewertet.

Demnach gab es an der Wetterstation Leipzig/Halle in diesen 35 Jahren lediglich zweimal eine durchgehende Schneedecke an allen drei Weihnachtstagen. Das entspricht einer statistischen Häufigkeit von 5,7 Prozent. Etwas besser sieht es aus, wenn Schnee an mindestens einem der drei Feiertage ausreicht. Hier lag der Anteil bei 28,6 Prozent.

Für Grimma, Wurzen, Borna und den übrigen Landkreis Leipzig bieten diese Werte eine regionale Orientierung. Die tatsächlichen Schneeverhältnisse können sich jedoch aufgrund örtlicher Gegebenheiten und unterschiedlicher Höhenlagen unterscheiden.

Auch Dresden und Chemnitz mit geringen Chancen

Die Auswertung zeigt, dass weiße Weihnachten auch in anderen sächsischen Städten längst keine Selbstverständlichkeit mehr sind. Für Dresden-Klotzsche ergibt sich eine statistische Häufigkeit von 8,6 Prozent für eine durchgehende Schneedecke an allen drei Weihnachtstagen. In Chemnitz liegt dieser Wert bei 14,7 Prozent. Damit sind die Chancen dort zwar höher als im Raum Leipzig, dennoch überwiegen auch hier die Jahre ohne durchgehend weiße Feiertage.

Im Erzgebirge stehen die Chancen deutlich besser

Während das sächsische Tiefland statistisch nur selten weiße Weihnachten erlebt, steigen die Chancen mit zunehmender Höhenlage deutlich an. Die Frostkompass-Auswertung zeigt, dass an der mittleren untersuchten Wetterstation in Höhenlagen zwischen 600 und 799 Metern in rund 37 Prozent der Jahre an allen drei Weihnachtstagen eine Schneedecke vorhanden war. Zwischen 800 und 1.199 Metern lag dieser Wert sogar bei knapp 59 Prozent. Insbesondere das Erzgebirge bietet damit deutlich bessere Voraussetzungen für winterliche Feiertage als Leipzig, Grimma oder Borna. Allerdings handelt es sich bei diesen Werten um deutschlandweit ermittelte Höhenlagenstatistiken. Sie sind nicht unmittelbar mit einer konkreten Prognose für einzelne Orte im Erzgebirge gleichzusetzen.

Deutscher Wetterdienst bestätigt langfristigen Rückgang

Dass weiße Weihnachten in Deutschland seltener werden, hatte bereits der Deutsche Wetterdienst in einer Pressemitteilung vom Dezember 2021 festgestellt. Demnach sank die Wahrscheinlichkeit einer durchgehenden Schneedecke an allen drei Weihnachtstagen an der Wetterstation Leipzig/Halle von 10,5 Prozent im Zeitraum 1961 bis 1990 auf 6,7 Prozent zwischen 1991 und 2020.

Der DWD führt diese Entwicklung insbesondere auf den Klimawandel und die damit verbundenen steigenden Temperaturen zurück. Niederschläge fallen häufiger als Regen statt als Schnee. Zudem können mildere Wetterphasen bereits vorhandene Schneedecken schneller wieder abschmelzen lassen. Hinzu kommt das sogenannte Weihnachtstauwetter. Dabei gelangt zeitweise mildere Atlantikluft nach Mitteleuropa, die selbst nach einem winterlichen Dezemberbeginn für grüne Feiertage sorgen kann.

Was sagen die Wettermodelle für Weihnachten 2026?

Auch Anfang November lässt sich noch nicht zuverlässig vorhersagen, ob Sachsen an Heiligabend und den beiden Weihnachtsfeiertagen Schnee erwarten kann. Zwar liefern saisonale Wettermodelle Hinweise auf mögliche großräumige Temperaturentwicklungen. Ob es jedoch ausgerechnet zwischen dem 24. und 26. Dezember schneit und die Temperaturen niedrig genug bleiben, lässt sich daraus nicht seriös ableiten.

Entscheidend wird sein, welche Großwetterlage sich im Dezember über Mitteleuropa einstellt. Für eine geschlossene Schneedecke müssten ausreichend kalte Luftmassen und Niederschläge zusammentreffen. Anschließend müsste der Schnee auch mögliche mildere Wetterphasen überstehen.

Wann wird eine zuverlässige Weihnachtsprognose möglich?

Eine erste konkretere Einschätzung der Wetterlage dürfte etwa Mitte Dezember möglich werden. Deutlich belastbarer werden die Vorhersagen allerdings erst wenige Tage vor Heiligabend. Bis dahin bleibt offen, ob Weihnachten 2026 tatsächlich winterlich ausfällt.