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Sachsen erneut Spitzenreiter: Freistaat verteidigt Platz 1 im Bildungsmonitor

Foto: Rolf Hofmann
Wallgrabenschule Foto: Rolf Hofmann

Sachsen bleibt das Bundesland mit dem leistungsstärksten Bildungssystem in Deutschland. Das geht aus dem aktuellen Bildungsmonitor 2026 hervor, den das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Köln im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) erstellt hat.

Mit 62,9 Punkten belegt der Freistaat erneut den ersten Platz unter allen 16 Bundesländern und liegt damit deutlich über dem bundesweiten Durchschnitt von 46,2 Punkten.

Für die Studie wurden die Bildungssysteme der Länder anhand von 13 Handlungsfeldern und 98 Indikatoren untersucht und miteinander verglichen. Besonders stark schneidet Sachsen bei der Schulqualität, der Förderinfrastruktur, der Bildungsarmut sowie der Forschungsorientierung ab. In diesen vier Bereichen erreicht der Freistaat jeweils den Spitzenplatz.

Sachsens Kultusminister Conrad Clemens sieht das gute Abschneiden als Bestätigung, aber auch als Auftrag für die Zukunft. „Sachsen kann sich auf diesem Spitzenplatz nicht ausruhen“, erklärte er. Noch in diesem Jahr solle eine Änderung des Schulgesetzes vorgestellt werden. Ziel seien unter anderem eine moderne und datengestützte Schulentwicklung, kompetenzorientiertes Lernen, stärker vernetzter Unterricht sowie mehr Medienbildung.

Neben den Spitzenwerten hebt der Bildungsmonitor hervor, dass Sachsen der Bildung im öffentlichen Ausgabeverhalten eine hohe Priorität einräumt und hier bundesweit Rang zwei erreicht. Überdurchschnittliche Ergebnisse erzielt der Freistaat zudem bei den Grundschulen und den beruflichen Teilzeitschulen.

Gleichzeitig benennt die Studie auch Herausforderungen. Verbesserungsbedarf sehen die Autoren bei der Betreuungsrelation in Kindertageseinrichtungen sowie bei der sogenannten Zeiteffizienz. Dazu zählt unter anderem der vergleichsweise hohe Anteil von Kindern, die später als üblich eingeschult werden.

Positiv bewertet wird dagegen die Personalsituation in den Kitas. Der Anteil ungelernter Kräfte liegt unter dem Bundesdurchschnitt. Zudem verfügen 13,7 Prozent der Beschäftigten über einen Hochschulabschluss – fast doppelt so viele wie im bundesweiten Durchschnitt von 7,4 Prozent. Mit dem erneuten Spitzenplatz unterstreicht Sachsen seine Rolle als eines der führenden Bildungsländer Deutschlands. Nach Ansicht des Kultusministeriums soll die Strategie „Bildungsland 2030“ dazu beitragen, diese Position auch in den kommenden Jahren zu sichern.