Start Nachrichten Über 100.000 Euro Schaden: Betrüger geben sich als Bankmitarbeiter aus

Über 100.000 Euro Schaden: Betrüger geben sich als Bankmitarbeiter aus

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Symbolbild/pixabay

Oschatz. Eine 62-jährige Frau aus Oschatz ist Opfer eines perfiden Bankbetrugs geworden. Nach Angaben der Polizei entstand ihr zwischen dem 10. und 13. September 2026 ein finanzieller Schaden von mehr als 100.000 Euro.

Die Geschädigte erhielt zunächst eine E-Mail, die scheinbar von ihrer Bank stammte. Darin wurde sie aufgefordert, ihre Zugangsdaten zu aktualisieren. Die Frau folgte den Anweisungen und gab die geforderten Daten ein. Erst bei einer späteren Nachfrage bei ihrer Bank stellte sich heraus, dass es sich um eine betrügerische Nachricht handelte. Das betroffene Konto wurde daraufhin gesperrt.

Doch damit war der Betrug noch nicht beendet: Zwei Tage später meldete sich telefonisch ein unbekannter Täter, der sich als Mitarbeiter der Bank ausgab. Durch geschickte Täuschung verschaffte er sich Zugriff auf den Computer der Frau. Anschließend veranlasste er sie dazu, mehrere TANs einzugeben. Dadurch konnten Überweisungen von weiteren Konten durchgeführt werden. Insgesamt transferierten die Täter auf diese Weise mehr als 100.000 Euro. Das Polizeirevier Oschatz hat die Ermittlungen wegen Betrugs aufgenommen.

Polizei warnt vor Betrugsmaschen

Die Polizei weist darauf hin, niemals TANs, PINs oder Passwörter am Telefon preiszugeben. Unbekannten Personen sollte grundsätzlich kein Zugriff auf den eigenen Computer gewährt werden. Wer Zweifel an der Echtheit eines Anrufs hat, sollte das Gespräch sofort beenden und seine Bank über die bekannten offiziellen Kontaktwege informieren. Besondere Vorsicht ist geboten, wenn Anrufer Druck ausüben oder schnelle Entscheidungen verlangen. Seriöse Bankmitarbeiter fragen am Telefon niemals nach sensiblen Zugangsdaten oder fordern zur Eingabe von TANs auf.