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Neue Stadtführung in Grimma: Auf den Spuren mittelalterlicher Handwerker

Gästeführerin Martina Hättasch lädt zu einer Zeitreise durch die Altstadt ein

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Archiv/Medienportal-Grimma

Grimma. Wie sah der Alltag eines Handwerkers im Mittelalter aus? Wer stellte Kleidung her, schmiedete Werkzeuge oder sorgte für frisches Brot auf den Tischen der Stadtbewohner? Antworten auf diese Fragen gibt eine neue Stadtführung durch die historische Altstadt von Grimma.

Am Sonnabend, 19. September 2026, können Interessierte gemeinsam mit Gästeführerin Martina Hättasch in die Welt des mittelalterlichen Handwerks eintauchen. In der Rolle der Magd Marthe nimmt sie die Teilnehmer ab 13 Uhr mit auf einen rund zweistündigen Rundgang durch die Geschichte der Muldestadt.

Dabei erfahren die Gäste, wie das Leben und Arbeiten in einer mittelalterlichen Stadt aussah. Das Mittelalter war geprägt von geschäftigem Treiben: Es wurde gehämmert, geschmiedet, gebacken, gegerbt und gehandelt. Während der Führung wird erläutert, welche Handwerksberufe in Grimma vertreten waren, wo sich ihre Werkstätten befanden und welche Bedeutung die verschiedenen Gewerke für die Entwicklung der Stadt hatten.

Marthe berichtet von den Menschen hinter den alten Berufen, ihrem oft harten Arbeitsalltag und ihrem Platz in der mittelalterlichen Gesellschaft. Die Geschichte soll dabei nicht nur erzählt, sondern erlebbar gemacht werden – Grimmas Altstadt wird für die Teilnehmer zur lebendigen Werkstatt vergangener Jahrhunderte.

Dass Handwerk und Handel einst eine zentrale Rolle spielten, zeigt auch ein Blick in die Stadtgeschichte: Mit mehr als 2.000 Einwohnern gehörte Grimma im späten Mittelalter zu den größeren und politisch bedeutenden Städten Sachsens. Fleischer, Bäcker, Töpfer, Böttcher und Eisenhandwerker versorgten die Bevölkerung. Über die Region hinaus waren insbesondere die Grimmaer Tuchmacher bekannt. Die Teilnahme an der Führung kostet 10 Euro pro Person. Tickets können online gebucht werden. Der Rundgang dauert etwa zwei Stunden.