Grimma. Der Glasfaserausbau in Grimma geht in die nächste Phase. Die bereits fertiggestellten Netzbereiche werden nach Angaben der Stadtverwaltung nun schrittweise an Vodafone übergeben. Bis Ende 2026 sollen die ausgebauten Netz-Cluster einschließlich der dazugehörigen Dokumentation übergeben sein.
„Bis Ende dieses Jahres werden die ausgebauten Netz-Cluster zusammen mit der zugehörigen Dokumentation schrittweise an Vodafone übergeben“, erklärt Jörg Böttger, Leiter des Eigenbetriebes Breitband der Stadt Grimma. Damit die neuen Glasfaseranschlüsse tatsächlich genutzt werden können, muss das Netz zunächst technisch aktiviert werden. Unter dem Motto „Licht ins Netz“ werden die Leitungen in Betrieb genommen und für die spätere Nutzung vorbereitet. Die entsprechenden Arbeiten laufen bereits.
Freischaltung erfolgt Gebiet für Gebiet
Die eigentliche Freischaltung der Hausanschlüsse soll anschließend im Laufe des Jahres 2027 erfolgen. Dabei wird das Netz Gebiet für Gebiet aktiviert. Wann ein konkreter Hausanschluss genutzt werden kann, hängt unter anderem davon ab, ob für den Anschluss ein Wechsel des bisherigen Internetanbieters erforderlich ist. Vodafone will Eigentümer, Mieter und andere Bewohner rechtzeitig kontaktieren. Dabei sollen unter anderem die notwendigen Arbeiten an der Hausinstallation sowie die jeweiligen Aktivierungstermine abgestimmt werden.
Bereits jetzt sind Techniker in den Gebäuden unterwegs. Das beauftragte Bauunternehmen Umwelt2000 führt gemeinsam mit seinem Subunternehmen NCF Technic Messarbeiten durch. Dabei werden die technischen Voraussetzungen für die spätere Nutzung der Glasfaseranschlüsse überprüft.
So kommt die Glasfaser ins Gebäude
Bei der Installation wird die Glasfaser im Gebäude grundsätzlich auf Putz verlegt. Eine Unterputzinstallation ist möglich, sofern geeignete Leerrohre vorhanden sind. Die Verbindung vom Hausübergabepunkt (HÜP) bis zur Glasfaser-Anschlussdose in der Wohnung ist bei einer Strecke von bis zu 20 Metern Bestandteil der Inhouse-Verkabelung.
Auch in Mehrfamilienhäusern wird der Ausbau schrittweise umgesetzt. Zunächst wird der Leitungsweg mit den jeweiligen Eigentümern oder Hausverwaltungen abgestimmt. Anschließend können die einzelnen Wohnungen angeschlossen werden. Die konkreten Termine vereinbaren Vodafone beziehungsweise die beauftragten Technikpartner direkt mit den Bewohnerinnen und Bewohnern.
Was kostet ein später Vertragsabschluss?
Für Eigentümer, die sich erst nach Ende der Vorvermarktungsphase für einen Glasfaservertrag entscheiden, kann eine einmalige Gebühr für das Installationspaket anfallen. Während der Vorvermarktungsphase ist dieses Paket bei Abschluss eines Glasfaservertrags kostenfrei. Auch längere Leitungswege vom Hausübergabepunkt bis zur Anschlussdose sind grundsätzlich möglich. Überschreitet die Strecke die vorgesehenen 20 Meter, werden mögliche zusätzliche Kosten nach Angaben der Stadt vor Ort mit dem Techniker abgestimmt. Weitere Informationen zu Installation, Technik und Anschlussmöglichkeiten stellt die Stadt Grimma in einer Glasfaser-FAQ auf ihrer Internetseite bereit.












