Diesellok nach Kollision mit Lastwagen in Oschatz entgleist

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Foto: EHL Media/Dietmar Thomas

Oschatz. Bei einem Zusammenstoß zwischen einer Diesellok der Döllnitzbahn und einem Lastwagen ist am Dienstagvormittag in Oschatz erheblicher Sachschaden entstanden.

Der Unfall ereignete sich gegen 11 Uhr an einem Bahnübergang in der Ambrosius-Marthaus-Straße zwischen dem Haltepunkt Lichtstraße und dem Oschatzer Hauptbahnhof. Verletzt wurde nach bisherigen Erkenntnissen niemand.

Nach ersten Angaben der Polizei war die Schmalspurbahn auf dem Weg von Mügeln nach Oschatz, als es am Bahnübergang zur Kollision mit dem Lastwagen kam. Der Fahrer des Lkw soll nach bisherigen Informationen von der Unfallstelle die Sicherung des Bahnübergangs missachtet haben. Gegenüber den Beamten erklärte er demzufolge, durch ein Insekt abgelenkt worden zu sein. An der Unfallstelle befinden sich sowohl ein Andreaskreuz als auch ein Stoppschild.

Die Wucht des Aufpralls war erheblich: Die Diesellok wurde vollständig aus den Schienen gehoben und kam auf dem Bahnübergang zum Stehen. Nach Einschätzung des Eisenbahnbetriebsleiters der Döllnitzbahn deutet die Position der Lok darauf hin, dass der Lastwagen nahezu ungebremst mit dem Schienenfahrzeug kollidierte.

An der Lok entstanden Schäden an der Front sowie an der Zugvorrichtung. Darüber hinaus wird geprüft, ob auch das Fahrwerk oder die angehängten Wagen beschädigt wurden. Der Lastwagen wurde ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen.

Für die Bergung der entgleisten Lok sollte ein Schwerlastkran eingesetzt werden. Die Ambrosius-Marthaus-Straße sowie die betroffene Bahnstrecke wurden nach dem Unfall vollständig gesperrt. Der Zugverkehr zwischen Oschatz-Süd und dem Hauptbahnhof wurde vorübergehend eingestellt. Die Polizei hat Ermittlungen zur genauen Unfallursache aufgenommen. Bereits im Februar 2025 hatte sich an demselben Bahnübergang ein ähnlicher Unfall ereignet. Damals kollidierte ein Transporter mit einer Diesellok der Döllnitzbahn.