Grimma. Die geplante Veranstaltung „Mittelstand im Dialog mit Politik“ am 17. April 2026 in der Muldentalhalle Grimma sorgt im Vorfeld für Aufmerksamkeit.
Nun hat sich Hallenbetreiber Stefan Tröger in einer Stellungnahme zur Vermietung an das Mittelstandsforum Deutschland e.V. geäußert – und betont dabei vor allem eines: politische Neutralität und die Bedeutung offener Debattenräume.
Die Muldentalhalle verstehe sich als Ort des gesellschaftlichen Austauschs, erklärt Tröger. Das spiegele sich in einem breit gefächerten Veranstaltungsangebot wider – von Konzerten und Sportevents über Kabarett und Lesungen bis hin zu Podiumsdiskussionen unterschiedlichster Ausrichtung. Auch Firmenevents und private Anmietungen gehörten zum Portfolio.
Vor diesem Hintergrund sei auch die Entscheidung gefallen, die Halle für die Veranstaltung des Mittelstandsforums zu vermieten. Maßgeblich seien dabei die geltenden rechtlichen Rahmenbedingungen sowie das Selbstverständnis als neutraler Betreiber einer öffentlichen Einrichtung gewesen. „Die Muldentalhalle steht grundsätzlich allen Veranstaltern offen“, so Tröger, sofern gesetzliche Vorschriften eingehalten werden, keine strafbaren Inhalte zu erwarten sind und die öffentliche Sicherheit gewährleistet bleibt.
Besonders hebt der Betreiber die Rolle von Veranstaltungsorten in einer demokratischen Gesellschaft hervor. Es sei zentral, dass unterschiedliche Positionen diskutiert werden könnten. Die Bereitstellung eines Raumes bedeute jedoch keine inhaltliche Zustimmung zu den vertretenen Meinungen, sondern diene dem pluralistischen Austausch.
Tröger betont zudem, dass er bewusst politische Neutralität wahre und keine demokratisch legitimierten Akteure pauschal ausschließe. Grundlage hierfür seien unter anderem die Prinzipien der Gleichbehandlung sowie die im Grundgesetz verankerte Meinungs- und Versammlungsfreiheit.
Gleichzeitig zieht er klare Grenzen: Von Extremismus und Diskriminierung distanziere er sich ausdrücklich. Dennoch sei es wichtig, auch kontroverse Positionen in gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Debatten zuzulassen.
Die inhaltliche Verantwortung für die Veranstaltung liege ausschließlich beim Veranstalter, dem Mittelstandsforum Deutschland e.V., stellt Tröger klar.
Mit seiner Stellungnahme reagiert der Hallenbetreiber auf eine zunehmend intensive öffentliche Diskussion rund um die Veranstaltung – und positioniert die Muldentalhalle als offenen, aber rechtlich klar definierten Raum für Austausch.










