Grimma. Am Donnerstag, 12. März, starten die Arbeiten zur Sanierung der Schwanenteich-Anlage.
Im Mittelpunkt steht zunächst die Entschlammung des derzeit trockengelegten Oberen Teiches. Ein 14 Tonnen schwerer Bagger wird den über Jahre angesammelten Schlamm aus dem Becken holen. Das Material wird auf der westlichen Uferseite abgelegt, um dort zu entwässern. Nach ausreichender Trocknung erfolgt der fachgerechte Abtransport und die ökologische Entsorgung. Nach Angaben des Tiefbauamtes dauert diese Maßnahme rund zwei Wochen.
Teiche im November 2025 abgelassen
Bereits im Vorfeld wurden die Fische aus den Teichen umgesiedelt. Nach Abschluss der Entschlammung soll wieder Wasser in die Teiche fließen. Dennoch ist während der gesamten, etwa eineinhalb Jahre andauernden Bauzeit immer wieder mit Einschränkungen für die Parkbesucher zu rechnen. In weiteren Bauabschnitten sind bis Ende 2027 Maßnahmen zur Ufersanierung, zur gestalterischen Aufwertung, zur Erneuerung von Leitungen
sowie ergänzende Baumpflanzungen vorgesehen. Diese Gehölz- und Pflanzleistungen sollen außerhalb der Vegetationsperiode erfolgen. Ziel ist es, den Schwanenteich langfristig als klimaresilienten Natur- und Erholungsraum zu sichern.
Schwanenteichpark wird ökologisch aufgewertet
Im Mittelpunkt stehen das Entfernen des Schlamms und die Erneuerung der Leitungen der Brunnenanlage. Auch die Ufer verändern sich sichtbar. Anstelle der harten Rasengittersteine soll künftig eine natürliche Steinschüttung den Park wieder näher an seinen ursprünglichen Charakter bringen.
Gleichzeitig geht die Stadt gegen den Riesenknöterich vor, der sich im Bereich des Teiches am Queck-Brunnen breit gemacht hat. Zäune und Aufbauten werden teilweise ersetzt. Geplant ist, kranke Kastanienbäume durch neue Kastanienbäume zu ersetzen. Diese und andere Pflanzungen sollen für mehr Vielfalt sorgen. Ziel ist es, das ökologische Gleichgewicht des Parks und des Gewässers langfristig zu sichern und sich dem historischen Vorbild zu nähern.
Orientierung am historischen Vorbild
Mit der Sanierung wird gleichzeitig ein Blick in Richtung Vergangenheit geworfen. Die rund 3,2 Hektar große Anlage soll sich dem historischen Vorbild nähern. Der Park wurde vor etwa 150 Jahren als exotisch gestaltete Oase angelegt, finanziert durch die Stiftung eines wohlhabenden Prager Fabrikanten für seine Heimatstadt. Für das Gesamtprojekt sind rund 730.000 Euro veranschlagt. Etwa 90 Prozent der Mittel stammen aus dem Bundesprogramm „Natürlicher Klimaschutz in Kommunen“, das unter anderem die Renaturierung und Entschlammung kleiner Gewässer in Ortslagen fördert. Rund 73.000 Euro bringt die Stadt aus eigenen Mitteln auf.











