Landkreis Leipzig/Nordsachsen. Die sächsische Straßenbauverwaltung hat ihre Schwerpunkte für das Bauprogramm 2026 festgelegt.
Das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (LASuV) plant im Zuständigkeitsbereich der Niederlassung Leipzig mehrere größere Bauvorhaben an Bundes- und Staatsstraßen in den Landkreisen Nordsachsen und Leipzig.
Angesichts der angespannten Haushaltslage setzt das LASuV vor allem auf Projekte, die bereits vorbereitet sind oder eine besondere Bedeutung für den Verkehr haben. Im Mittelpunkt stehen der Erhalt der bestehenden Infrastruktur, eine höhere Verkehrssicherheit sowie die Fortführung bereits laufender Bauarbeiten.
Zu den neuen Maßnahmen, die im Laufe des Jahres beginnen sollen, gehört unter anderem die Ortsumfahrung Wellaune an der Bundesstraße 2. Zudem ist eine Brückeninstandsetzung über Anlagen der Deutschen Bahn an der Bundesstraße 6 in Schkeuditz vorgesehen. An der Bundesstraße 87 sind gleich mehrere Vorhaben geplant: Neben der Erhaltung eines Radwegs mit Bauwerksinstandsetzung über den Teichgraben in Zwethau soll auch die Fahrbahn östlich des Ortes erneuert werden.
Weitere Projekte betreffen Kreuzungs- und Sicherungsmaßnahmen. So ist an der Kreuzung der Bundesstraße 184 mit der Staatsstraße 8 in Brodenaundorf der Neubau einer Ampelanlage vorgesehen. Auf der Staatsstraße 31 sollen im Zuge der Ortsumfahrung Mügeln die Kreuzungen mit der S 41 und der S 35 vollständig signalisiert werden. Außerdem plant das LASuV an der Staatsstraße 16 nördlich von Mockrehna den Ersatzneubau eines Durchlasses.
Parallel dazu werden mehrere bereits begonnene Bauvorhaben weitergeführt. Dazu zählen der dritte Bauabschnitt der Verlegung der Bundesstraße 169 zwischen Salbitz und Riesa sowie Ausbauarbeiten an der Staatsstraße 24 in Schmannewitz, an der S 31 in Borna/Schönnewitz und an der S 38 in Grethen. Ergänzt wird das Programm durch zwei Nachpflanzungsprojekte in den Landkreisen Nordsachsen und Leipzig sowie zwei Maßnahmen zur Wegweisung an der Autobahn 72 und an der Bundesstraße 182 im Raum Torgau.
Das LASuV weist darauf hin, dass Änderungen im Bauprogramm grundsätzlich möglich sind. Gerade bei Straßenbauvorhaben hängen Zeitpläne und Umsetzungen häufig von äußeren Rahmenbedingungen ab, etwa von verfügbaren Haushaltsmitteln, der Entwicklung der Baupreise, dem Verlauf von Ausschreibungen oder möglichen Umleitungsstrecken während der Bauzeit. Die nun vorgestellte Liste stellt daher lediglich einen Auszug dar. Neben den größeren Projekten plant die Straßenbauverwaltung auch zahlreiche kleinere Maßnahmen, um das Bundes- und Staatsstraßennetz in Sachsen zu erhalten und weiter zu verbessern.










