
Grimma. Mit dem ersten Spatenstich am Broner Ring hat am Dienstag offiziell der Bau des neuen Grimmaer Bauhofes begonnen.
Gemeinsam mit dem 40-köpfigen Team setzte Oberbürgermeister Tino Kießig gemeinsam mit Bauhofchef Stefan Schuricht, Thomas Radwan, Sachgebietsleiter des Hochbauamtes und dem ehemaligen Oberbürgermeister und Landtagsabgeordneten Matthias Berger das sichtbare Signal für den Start des Großprojekts.
In den kommenden zwei Jahren entsteht auf dem Gelände ein moderner Betriebshof mit mehreren Hallen, einem Salz- und Splittlager sowie einem Sozial- und Bürogebäude für rund 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Stadt investiert insgesamt 9,7 Millionen Euro. Die Fertigstellung ist für das Frühjahr 2028 vorgesehen.
Alter Standort nicht mehr zeitgemäß
Der bisherige Bauhof an der Bonhoeffer Straße gilt als stark sanierungsbedürftig und entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen an Arbeits- und Sicherheitsstandards. „Der neue Bauhof ist kein Prestigeprojekt. Der alte Standort ist schlicht nicht mehr tragbar“, betonte Oberbürgermeister Kießig beim Baustart. Die Beschäftigten leisteten täglich unverzichtbare Arbeit für die Stadt – dafür brauche es angemessene Bedingungen. Zugleich versicherte er einen verantwortungsvollen Umgang mit den finanziellen Mitteln.
Auch Bauhofleiter Stefan Schuricht sprach von einem wichtigen Moment für das Team. Der Neubau schaffe optimale Arbeitsbedingungen und ausreichend Platz für Technik, Material und strukturierte Abläufe. „Das wird unsere tägliche Arbeit deutlich erleichtern“, so Schuricht.
Vier Gebäude für moderne Abläufe
Geplant sind insgesamt vier Gebäude. Herzstück wird eine massive Halle für die großen Lastwagen sein, in der zugleich der Sozial- und Verwaltungstrakt untergebracht ist. Hinzu kommen eine rund 400 Quadratmeter große Lagerhalle sowie eine weitere Halle für kleinere Fahrzeuge. Beide werden als langlebige Systembauten mit Stahlstützen, Bindern und Stahlwellprofilen für Dach und Wand errichtet. Insgesamt entstehen Stellflächen für knapp 20 Fahrzeuge.

Ergänzt wird das Ensemble durch ein 280 Quadratmeter großes Salz- und Splittlager in Holzbauweise. Damit schafft die Stadt die nötige Infrastruktur für den Winterdienst und die Materiallagerung.
Fokus auf Energieeffizienz und Eigenversorgung
Auch energetisch setzt der Neubau auf moderne Technik. Die Wärmeversorgung erfolgt über Luft-Wasser-Wärmepumpen. Auf dem Dach der massiven Halle wird eine Photovoltaikanlage mit Energiespeicher installiert. Der erzeugte Strom ist ausschließlich für den Eigenbedarf vorgesehen. Zudem wird anfallendes Regenwasser in einer Zisterne gesammelt und weiterverwendet.

Mit dem neuen Standort am Broner Ring bündelt die Stadt künftig auch den Bauhof Großbardau in Grimma. Das großzügige Gelände bietet ausreichend Bewegungs- und Stellflächen und schafft damit die Voraussetzungen für effizientere Arbeitsabläufe.











