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Millioneninvestition in Grimma: Grundschule Hohnstädt wird ausgebaut

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Foto: Sebastian Bachran/Stadt Grimma

Grimma/Hohnstädt. Mit einem symbolischen Spatenstich am Dienstag, 3. November 2026, ist der Startschuss für die Erweiterung der Grundschule Hohnstädt gefallen.

Innerhalb der kommenden zwei Jahre soll ein zweigeschossiger Neubau entstehen, der zusätzliche Klassenräume, einen Musikraum und einen Speisesaal bietet. Künftig sollen bis zu 300 Kinder an der Grundschule unterrichtet werden können. Der Erweiterungsbau ist dringend notwendig. Die Schülerzahlen sind in den vergangenen Jahren um rund 15 Prozent gestiegen. Derzeit besuchen etwa 200 Kinder die Schule, deren bisherige Kapazitäten inzwischen ausgeschöpft sind.

„Endlich geht es los! Die Erweiterung der Grundschule Hohnstädt ist seit vielen Jahren ein wichtiges Anliegen. Umso mehr freue ich mich, dass wir dieses Vorhaben jetzt umsetzen können. Wir investieren damit in gute Lernbedingungen, in die Zukunft unserer Kinder und in einen Schulstandort, der den Anforderungen der kommenden Jahre gerecht wird“, erklärte Oberbürgermeister Tino Kießig zum Baustart.

Stadt Grimma trägt Großteil der Baukosten selbst

Die Erweiterung der Grundschule war bereits seit längerer Zeit vorgesehen. Fehlende Fördermittel hatten die Umsetzung jedoch immer wieder verzögert. Oberbürgermeister Tino Kießig setzte sich deshalb bei der sächsischen Landesregierung für die Finanzierung des Vorhabens ein. Schließlich konnte erreicht werden, dass rund 1,8 Millionen Euro aus dem Kommunalinvestitionsbudget für den Erweiterungsbau eingesetzt werden können.

Der größte Teil der Baukosten wird allerdings aus dem städtischen Haushalt finanziert. Von den insgesamt rund 7,66 Millionen Euro übernimmt die Stadt Grimma etwa 5,9 Millionen Euro aus eigenen Mitteln. Für die Bauarbeiten ist ein Zeitraum von rund zwei Jahren vorgesehen.

Sechs neue Klassenräume und ein Speisesaal

Mit dem Neubau wird die Grundschule von ihrer bisherigen zweizügigen Auslegung auf eine Kapazität von 2,5 Zügen erweitert. Insgesamt sollen künftig rund 300 Unterrichtsplätze zur Verfügung stehen.Der zweigeschossige Erweiterungsbau bietet Platz für sechs zusätzliche Klassenräume, ein Musikzimmer sowie einen Speisesaal, in dem rund 90 Kinder gleichzeitig essen können.

Bereits Anfang Juni 2026 musste die Stadt auf den zunehmenden Platzbedarf reagieren. Damals wurden zusätzlich ausgestattete Raumcontainer aufgestellt, um kurzfristig weitere Unterrichtsmöglichkeiten zu schaffen. Mit dem dauerhaften Erweiterungsbau soll nun eine langfristige Lösung für den wachsenden Schulstandort entstehen.

Neubau orientiert sich an historischer Rittergutsscheune

Bei der Planung spielte auch die besondere Lage der Grundschule eine Rolle. Das Schulgelände befindet sich am Standort eines ehemaligen Herrenhauses, weshalb denkmalpflegerische Anforderungen berücksichtigt werden mussten.

Der Neubau soll sich harmonisch in das bestehende Gebäudeensemble einfügen. In seiner äußeren Gestaltung orientiert er sich deshalb an einer historischen Rittergutsscheune, die sich früher an dieser Stelle befand.

Grafik: Eßmann | Gärtner | Nieper Architekten GbR

Auch das Außengelände wird umgestaltet

Neben dem neuen Schulgebäude ist eine umfassende Neuordnung des Außengeländes vorgesehen. Neue Wege sollen die einzelnen Schulgebäude und Aufenthaltsbereiche miteinander verbinden.

Dazu gehören unter anderem der südliche Hanggarten, das Direktorengebäude, die Turnhalle und der Parkplatz. Ziel ist ein zusammenhängendes Schulgelände mit sicheren und gut erreichbaren Wegen für die Kinder.

Im Zuge der Freiraumplanung wurde auch der bisherige öffentliche Fußweg „Hohle“ zwischen der Schillerstraße und der Wurzener Straße berücksichtigt. Dieser wurde der öffentlichen Nutzung entzogen. Als alternative Verbindung steht die Wasserturmstraße zur Verfügung.

Wärmepumpen und Photovoltaikanlage vorgesehen

Auch bei der Energieversorgung setzt die Stadt auf moderne Technik. Zwei Wärmepumpen sollen künftig die Beheizung des Erweiterungsbaus übernehmen. Auf dem Dach ist zudem eine Photovoltaikanlage vorgesehen, die einen Teil des benötigten Stroms erzeugen soll. Mit dem Erweiterungsbau und der Umgestaltung des Schulgeländes soll der Grundschulstandort Hohnstädt langfristig für die steigenden Anforderungen gerüstet werden.