Grimma. Die historische Postmeilensäule am Schwanenteichpark steht wieder an ihrem angestammten Platz. Am Mittwoch wurde das restaurierte Denkmal im Laufe des Tages wieder aufgestellt und damit ein markantes Stück Grimmaer Stadtgeschichte zurückgebracht.
Was war passiert?
Die Säule war im Februar vorsorglich abgebaut worden, nachdem sie bei einem Verkehrsunfall beschädigt worden war. Ein Pkw war im Bereich Wallgraben/Leipziger Straße von der Fahrbahn abgekommen und mit der Postmeilensäule kollidiert. Da die Standsicherheit anschließend nicht mehr gewährleistet war, wurde das Denkmal abgebaut und zur Restaurierung nach Meißen gebracht.

Die erforderlichen Arbeiten übernahm die Steinrestaurierung Hain aus Meißen. Für das Unternehmen war die Grimmaer Postmeilensäule kein unbekanntes Objekt: Bereits 1997 fertigten die Fachleute die heutige Nachbildung der historischen Säule an. Die Kosten für die Restaurierung beliefen sich laut Stadtverwaltung auf einen unteren bis mittleren fünfstelligen Betrag
Die Säule selbst
Die Postmeilensäule am Schwanenteichpark ist eine Nachbildung einer kursächsischen Postmeilensäule. Das ursprüngliche Exemplar wurde bereits 1723 aufgestellt und erinnerte an Grimmas Bedeutung als Station an den damaligen kursächsischen Poststraßen. Im Jahr 1870 verschwand die historische Säule jedoch. Erst 1997 kehrte sie in Form einer originalgetreuen Nachbildung an ihren historischen Standort in Höhe des Leipziger Tores zurück. Als Vorlage diente dabei die Postdistanzmeilensäule in Mutzschen. Mit der Wiederaufstellung ist nun ein bedeutendes Zeugnis der Stadtgeschichte wieder vollständig im Stadtbild präsent. Die Säule erinnert an die Entwicklung des historischen Postwesens in Sachsen und zählt zu den markanten historischen Wahrzeichen im Bereich des Schwanenteichparks.











