Dorfgemeinschaft mit Herz: Schkortitz feierte 750 Jahre

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Foto: privat

Schkortitz. Bei bestem Sommerwetter feierten die 92 Einwohner von Schkortitz am längsten Tag (20./21.6.2026) des Jahres das 750-jährige Jubiläum ihres Ortes mit einem rundum gelungenen Fest.

Neben einem abwechslungsreichen Bühnenprogramm gab es zahlreiche Attraktionen für Jung und Alt. Im Dorfgemeinschaftshaus präsentierten sich ortsansässige Vereine und Betriebe, eine Kranfahrt bot beeindruckende Ausblicke über Dorf und Landschaft. Die Landwirtschaftsausstellung, Esel und Pferde, Kremserfahrten zur Mühle sowie viele Mitmachangebote sorgten für Begeisterung.

Starke Dorfgemeinschaft 

Die Schkortitzer selbst gestalteten das Programm mit Musik und Tanz, Geschichten, Mundartvorträgen und einer Modenschau der besonderen Art. Auch das Tauziehen wird künftig bei Veranstaltungen ein fester Bestandteil bleiben. Mit Kinderschminken, Spiel- und Bastelangeboten, Tombola, Lokomotive und Feuerwehrübung kamen nicht nur Kinder auf ihre Kosten. Die schwungvollen Klänge der Regiobrass-Musiker leiteten in den Abend über und gestärkt durch reichlich Essen und Trinken wurde bis tief in die Nacht getanzt und gefeiert. Sonntagmorgen fand eine von den Schkortitzern musikalisch begleitete Andacht mit Pfarrer Wendland statt. Anschließend sorgte zum klassischen Frühschoppen der Feuerwehr-Musikzug mit fröhlicher Schalmeienmusik für beste Stimmung. Zum Abschluss waren alle Schkortitzer und Gäste noch zum Dorfspaziergang eingeladen, wo durch historische Fotos und alte Kamellen die Geschichte und Geschichten aus den vergangenen 750 Jahren lebendig wurden.

Geschenk der Stadt: Dorfplatzsanierung

Das Festkomitee betonte den besonderen Zusammenhalt im Dorf. Großen Jubel gab es, als Oberbürgermeister Tino Kießig die Übernahme des verbleibenden Eigenanteils für das Fördermittelprojekt „Dorfplatz“ zusagte. Das Festkomitee bedankt sich herzlich bei allen Helferinnen und Helfern, der Feuerwehr, den Unternehmen, Sponsoren und allen Unterstützern. Mit viel Engagement, Kreativität und Durchhaltevermögen haben sie dieses Jubiläumsfest zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht.

Dorf mit Feier-Erfahrung 

Die 92 Schkortitzerinnen und Schkortitzer sind sehr gesellig. Ob beim  Dorffest mit Feuer, Musik und Hüpfburg, beim Pyramide-Anschieben in der Adventszeit und beim Weihnachtssingen kommt man gern zusammen. Aus diesem Zusammenhalt ist entsatnden, dass die Einwohner jährlich im Herbst gemeinsam auf Wanderschaft gehen. Diese Gemeinschaft besteht schon seit vielen Jahren und wird rege bei Laune gehalten. Vor allem die Feuerwehr hat seit vielen Jahren einen großen Anteil am Dorfleben.

Geschichtliches 

Der Rundweiler tauchte 1276 zum ersten Mal in einer Urkunde mit dem Namen Scurtitz auf.  Im Mittelalter gehörte der Ort zum Besitz des Zisterzienserinnen-Kloster Nimbschen. Jahre nach der Reformation griff Johann Friedrich von Sachsen ein und verpachtete das ehemalige Klostergut. Von da an wurde Schkortitz Teil des Schulamtes Grimma, das die einstige Fürstenschule finanzierte. Im 19. Jahrhundert gehörte Schkortitz zur Gerichtsbarkeit von Grimma. Seit 1973 ist das Dorf ein Ortsteil von Höfgen, kirchlich übrigens schon immer. 1994 erfolgte die Eingliederung nach Grimma.