Verstärkung des Katastrophenschutzes: Sachsen übergibt sechs neue Einsatzleitwagen

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Foto: Privat/KI optimiert

Plauen. Der Freistaat Sachsen hat den Katastrophenschutz in den Landkreisen weiter gestärkt.

Innenminister Armin Schuster übergab am Mittwoch am Standort des Sonderfahrzeugherstellers BINZ Automotive Sachsen GmbH in Plauen sechs neue Einsatzleitwagen des Typs ELW 2 an Katastrophenschutzeinheiten in Sachsen.

Die hochmodernen Führungsfahrzeuge werden künftig in den Landkreisen Leipzig, Zwickau, Mittelsachsen, Bautzen, Görlitz und im Erzgebirgskreis eingesetzt. Sie sind speziell für die Leitung komplexer Einsatzlagen ausgelegt und ermöglichen den Einsatzkräften eine weitgehend autarke Arbeitsweise direkt am Schadensort. Mit ihrer umfangreichen technischen Ausstattung sollen sie die Koordination bei Großschadensereignissen, Naturkatastrophen und anderen außergewöhnlichen Lagen erheblich verbessern.

Innenminister Armin Schuster betonte die Bedeutung der Investitionen vor dem Hintergrund der Erfahrungen aus den vergangenen Jahren. „Nach den verheerenden Bränden in der Sächsischen Schweiz und Nordsachsen oder in der Gohrischheide haben wir mit einem groß angelegten Sonderinvestitionspaket den Brandschutz für Vegetationswaldbrände neu aufgestellt. Heute komplettieren wir nach diesem Plan für Sachsen die neuen Einsatzzüge für die Landkreise und sind damit noch besser gewappnet bei Katastrophen, Extremwetterereignissen oder anderen komplexen Einsatzlagen“, sagte Schuster bei der Übergabe.

Mit den nun ausgelieferten Fahrzeugen schließt Sachsen ein umfangreiches Beschaffungsprogramm ab. Insgesamt hat das Sächsische Staatsministerium des Innern elf Einsatzleitwagen 2 angeschafft. Bereits im November 2025 waren die ersten fünf Fahrzeuge an die Landkreise Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, Meißen, Nordsachsen und den Vogtlandkreis übergeben worden. Sie wurden rechtzeitig vor der Waldbrandsaison in Dienst gestellt.

Ein weiteres Fahrzeug erhielt die Landesfeuerwehr- und Katastrophenschutzschule. Dort dient es sowohl der Ausbildung von Einsatzkräften als auch als strategische Einsatzreserve für besondere Lagen.

Für die Beschaffung der elf Führungsfahrzeuge investierte der Freistaat Sachsen insgesamt 7,7 Millionen Euro. Die Finanzierung erfolgt unter anderem mit Steuermitteln auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushalts.

Mit der Modernisierung der Führungs- und Kommunikationstechnik setzt Sachsen seinen Kurs fort, den Brand- und Katastrophenschutz angesichts zunehmender Extremwetterereignisse und wachsender Anforderungen an die Einsatzkräfte nachhaltig zu stärken.