Mehr als 120 Verfahren: Ermittler gehen gegen Einbruchsserie im Muldental vor

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Symbolbild/Sören Müller

Wurzen/Bennewitz/Machern. Um einer Serie von Eigentumsdelikten im Raum Wurzen, Bennewitz und Machern entgegenzuwirken, hat die Kriminalaußenstelle Grimma Ende April 2026 die Ermittlungsgruppe „Mulde“ eingerichtet.

Die speziell eingesetzte Gruppe arbeitet seither an einer Vielzahl von Fällen und verzeichnet nach Angaben der Ermittler bereits erste Erfolge. Derzeit bearbeiten die Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeiter mehr als 120 Ermittlungsverfahren. In über 70 Fällen konnten bereits Tatverdächtige identifiziert werden.

Im Zuge der Ermittlungen wurden zahlreiche Vernehmungen durchgeführt sowie neun von der Staatsanwaltschaft Leipzig beantragte und angeordnete Durchsuchungsbeschlüsse vollstreckt.

Ein bedeutender Ermittlungserfolg gelang bereits am 14. Mai. Ein 25-jähriger deutscher Tatverdächtiger wurde auf frischer Tat ertappt und vorläufig festgenommen. Zeugen hatten beobachtet, wie der Mann aus einem Fenster einer Schule kletterte. Als er bemerkte, dass er entdeckt worden war, flüchtete er vom Tatort, konnte jedoch wenig später von Einsatzkräften gestellt werden.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft erließ das zuständige Gericht anschließend Haftbefehl gegen den Beschuldigten. Dieser wurde in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. Die Ermittlungen gegen den 25-Jährigen sowie zu einer möglichen Beteiligung an weiteren Eigentumsdelikten dauern weiterhin an.

Auch im Juni konnten die Ermittler zwei weitere Tatverdächtige im Alter von 27 und 18 Jahren, beide deutsche Staatsangehörige, auf frischer Tat stellen. Ob die Männer für weitere Eigentumsdelikte verantwortlich sind, ist Gegenstand laufender Ermittlungen. Beide Beschuldigten wurden am 23. Juni 2026 in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert. Die Ermittlungsgruppe „Mulde“ setzt ihre Arbeit nach eigenen Angaben mit hoher Intensität fort.