Bewusster Umgang mit Trinkwasser in der Hitzewelle empfohlen

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Symbolbild/pixabay

Grimma. Die anhaltende Hitzewelle sorgt nicht nur für hohe Temperaturen, sondern auch für einen deutlich steigenden Wasserverbrauch.

Häufigeres Duschen und Baden, das Bewässern von Gärten oder das Befüllen privater Pools lassen den Bedarf an Trinkwasser spürbar ansteigen. Trotz einer gesicherten Versorgung appellieren die Verantwortlichen an die Bevölkerung, verantwortungsvoll mit der wertvollen Ressource umzugehen.

Nach Angaben von Veolia, das im Auftrag des Versorgungsverbandes Grimma-Geithain (VVGG) die Trinkwasserversorgung in der Region betreibt, ist die Versorgung auch bei erhöhtem Verbrauch sichergestellt. „Durch das Verbundsystem der Wasserwerke kann auch ein erhöhter Wasserbedarf, wie er bei der momentanen Hitzewelle zwangsläufig zu verzeichnen ist, zuverlässig gedeckt werden“, erklärt Tim Höner, Leiter Betrieb bei Veolia in Grimma.

Dennoch sei ein bewusster Umgang mit Trinkwasser gerade jetzt besonders wichtig. Der Sommer habe erst begonnen, und die Wetterprognosen kündigten weiterhin hohe Temperaturen an. Nach Einschätzung des Unternehmens kann sich der Pro-Kopf-Verbrauch bei Tageshöchstwerten nahe 40 Grad Celsius gegenüber den Wintermonaten sogar verdoppeln.

Veolia weist darauf hin, dass bereits kleine Verhaltensänderungen helfen können, Wasser einzusparen. So benötigt ein Vollbad durchschnittlich rund 150 Liter Wasser, während eine kurze Dusche von maximal fünf Minuten lediglich etwa 70 Liter verbraucht. Auch Wasch- und Geschirrspülmaschinen sollten möglichst nur voll beladen betrieben werden.

Im Garten empfiehlt sich das Gießen in den frühen Morgen- oder späten Abendstunden. Dadurch wird verhindert, dass ein großer Teil des Wassers durch die intensive Sonneneinstrahlung verdunstet. Zudem sollte der Rasen in Hitzeperioden nicht zu kurz und nicht zu häufig gemäht werden, da längere Grashalme Feuchtigkeit besser speichern können.

Besonders bei der Befüllung privater Pools raten die Fachleute zu Rücksichtnahme. Um die Versorgungssysteme zu entlasten, sollten größere Wasserentnahmen möglichst nicht während der Hauptverbrauchszeiten am Vormittag oder frühen Abend erfolgen.

Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) geht davon aus, dass technische Versorgungsanlagen während starker Hitzewellen lokal um bis zu 60 Prozent stärker beansprucht werden können. Vor diesem Hintergrund betonen die Verantwortlichen, dass eine stabile Trinkwasserversorgung auch vom Verhalten der Verbraucher abhängt.

Mit Blick auf die bevorstehenden heißen Wochen lautet die Empfehlung daher: Wasser ist ausreichend vorhanden, sollte aber dennoch sparsam und bewusst genutzt werden. So kann die Versorgung für alle Bürgerinnen und Bürger auch bei anhaltender Hitze auf hohem Niveau sichergestellt werden.