Tausende Kontrollen bei „Blitz für Kids 2026“ in Sachsen

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Polizei - Kontrolle
Archivbild/Sören Müller

Sachsen. Die Verkehrssicherheitskampagne „Blitz für Kids“ hat auch in diesem Jahr zahlreiche Temposünder in Sachsen aufgedeckt.

Wie das Innenministerium mitteilte, wurden während der zweiwöchigen Aktion vom 20. bis 30. April 2026 insgesamt 279 Kontrollen im Freistaat durchgeführt. Dabei überprüfte die Polizei 16.783 Fahrzeuge.

Im Fokus der Kampagne stand erneut die Sicherheit von Kindern im Straßenverkehr – insbesondere im Umfeld von Schulen und Kindereinrichtungen. Insgesamt wurden 2.857 Fahrzeuge angehalten und kontrolliert. Dabei stellte die Polizei fest, dass 1.464 Fahrer zu schnell unterwegs waren. Das entspricht einer Quote von 8,7 Prozent. In 148 Fällen war die Geschwindigkeitsüberschreitung so gravierend, dass Bußgeldverfahren eingeleitet werden mussten.

Unterstützung erhielt die Aktion in diesem Jahr auch von Sachsens Innenminister Armin Schuster. Er begleitete eine Kontrolle an der Grundschule Kändler in Limbach-Oberfrohna. Schuster betonte die präventive Wirkung der Kampagne: „Die höhere Sicherheit für unsere Jüngsten im Straßenverkehr ist auch das Ergebnis einer seit Jahren bewährten Präventionsarbeit wie bei Blitz für Kids. Denn jedem, der von einem Kind unmittelbar nach seinem Tempoverstoß mit einer gelben Karte angesprochen wurde, bleibt das eindrücklich in Erinnerung.“

In der ersten Aktionswoche unterstützten Grundschüler die Polizei aktiv bei den Kontrollen. Vorbildliche Autofahrer erhielten insgesamt 1.513 grüne Karten als Anerkennung für korrektes Verhalten. Fahrer, die zu schnell unterwegs waren, wurden dagegen mit 537 gelben Karten auf ihr Fehlverhalten aufmerksam gemacht. Bei besonders schweren Verstößen griff die Polizei unmittelbar ein.

In der zweiten Woche führten Polizeibeamte die Kontrollen eigenständig fort und ahndeten sämtliche Geschwindigkeitsüberschreitungen konsequent.

Die Aktion „Blitz für Kids“ wird in Sachsen bereits seit 1995 durchgeführt. Gemeinsam engagieren sich die sächsische Polizei, der ADAC sowie zahlreiche Grundschulkinder dafür, Autofahrer für die besonderen Gefahren im Schulumfeld zu sensibilisieren und die Einhaltung der Tempolimits zu fördern.