Naunhof/Beucha. In der Nacht zum Mittwoch ist es wie berichtet auf einer wichtigen Bahnstrecke in Sachsen zu einem folgenschweren Eingriff in den Bahnverkehr gekommen.
Unbekannte Täter manipulierten laut Landeskriminalamt Stellwerksignale an den Bahnhöfen Beucha und Naunhof. Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen und bittet die Bevölkerung um Hinweise.
Nach bisherigen Erkenntnissen ereignete sich die Tat zwischen 22:00 Uhr und 01:45 Uhr. Die Täter verschafften sich auf bislang ungeklärte Weise Zugang zu den Signalmasten an beiden Bahnhöfen und griffen gezielt in die Steuerung der Stellwerksignale ein. In der Folge kam es zu erheblichen Störungen auf der Bahnstrecke zwischen Döbeln und Leipzig – in beide Richtungen.
Die Auswirkungen sind auch weiterhin spürbar: Einschränkungen und Ausfälle im Zugverkehr belasten Pendler und Reisende. Trotz des gefährlichen Eingriffs wurde glücklicherweise niemand verletzt. Angaben zur Höhe des entstandenen Sachschadens liegen derzeit noch nicht vor, entsprechende Ermittlungen dauern an.
Aufgrund der möglichen Tragweite des Vorfalls hat das Polizeiliche Terrorismus- und Extremismus-Abwehrzentrum (PTAZ) im Landeskriminalamt Sachsen die Ermittlungen übernommen. Der Verdacht richtet sich auf einen gefährlichen Eingriff in den Bahnverkehr – ein schwerwiegendes Delikt, das im schlimmsten Fall Menschenleben gefährden kann.
Die Ermittlungsbehörden setzen nun auch auf die Unterstützung der Bevölkerung. Gesucht werden Zeugen, die sich im Tatzeitraum im Bereich der Bahnhöfe Beucha oder Naunhof aufgehalten haben oder verdächtige Beobachtungen gemacht haben. Hinweise nimmt das Landeskriminalamt Sachsen unter der kostenfreien Telefonnummer 0800 – 8552055 sowie jede andere Polizeidienststelle entgegen.












