Kanal im Grimmaer Schwanenteichpark wird saniert

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Veolia-Mitarbeiter Jens Glöckner (re.) und Dirk Knauer begleiten die Maßnahme. Foto: Heiko Rebsch/Veolia

Grimma. Bald ist Baustart im Schwanenteichpark Grimma: Die Kommunalen Wasserwerke Grimma-Geithain (KWW) lassen den Mischwasserkanal auf 230 Metern Länge sanieren.

Ein Projekt, das künftig dafür sorgen soll, dass es bei Starkregen keinen Rückstau gibt und das Abwasser damit nicht mehr aus dem Kanaldeckel auf die Wiese fließt. Die Arbeiten sollen in der 13. Kalenderwoche beginnen.

Die KWW haben für die Kanalsanierung die in Landsberg (Sachsen-Anhalt) ansässige  Spezialfirma Swietelsky-Faber GmbH gewinnen können. Die saniert den Betonkanal im sogenannten Inlinerverfahren: Hierbei wird eine Art Schlauch mit Hilfe spezieller Maschinentechnik in den vorhandenen Kanal eingezogen, härtet dort aus und kleidet das Innere des Kanals wie eine zweite Haut aus. Der Vorteil: Aufwendige Tiefbauarbeiten fallen weg. Das sei wichtig, weil es sich beim Schwanenteichpark um ein unter Schutz stehendes Kulturdenkmal handelt, ergänzt Jens Glöckner. Er begleitet das Vorhaben der KWW als Projektleiter bei Veolia.

Man könne das Inliner-Verfahren nur deshalb nutzen, „weil die Statik des Kanals noch in Ordnung ist“, informiert Jens Glöckner. Die denkmalschutzrechtliche Genehmigung der Unteren Denkmalschutzbehörde beim Landkreis liegt vor – und sei wegen des schützenswerten Baumbestandes zwingend erforderlich, so der Projektleiter.

In der Vergangenheit hatte Veolia den rund 50 Jahre alten Kanal bereits mit einer Spezialkamera befahren, um die Schäden im Detail aufzunehmen. Starke Wurzeleinwüchse hätten der Bausubstanz über die Jahre arg zugesetzt und immer mehr Risse verursacht, schildert Dirk Knauer. „Wir haben daraufhin mit Unterstützung eines externen Dienstleisters die eingewachsenen Wurzeln abfräsen lassen, damit das Abwasser wieder besser abfließen kann“, erklärt der Vorarbeiter im Kanalnetz bei Veolia in Grimma. Unabhängig davon sei die professionelle Kanalsanierung, die jetzt startet, unumgänglich.

Während der Arbeiten wird das ankommende Abwasser im Kanal über eine sogenannte Absperrblase gestaut und mit mobilen Saug- und Spülfahrzeugen permanent abgefahren und zur Kläranlage Grimma transportiert. Jens Glöckner geht davon aus, dass es nur wenige Tage dauern wird, bis der Schlauchkanal ausgehärtet und damit voll funktionstüchtig ist. Bis Mitte April soll die gesamte Maßnahme abgeschlossen sein.

Der Mischwasserkanal im Schwanenteichpark nimmt sowohl Schmutz- als auch Niederschlagswasser auf. Er gehört mit 60 Zentimetern Durchmesser zu den größeren im Grimmaer Stadtgebiet. „Wir sind froh, dass das Projekt unter der fachlichen Leitung unseres Betriebsführers Veolia jetzt endlich umgesetzt werden kann, um die zuverlässige Ableitung des Abwassers wieder zu gewährleisten“, sagt Kerstin Härtel, die Geschäftsführerin des Versorgungsverbandes Grimma-Geithain.