Grimma. In der kommenden Stadtratssitzung am Donnerstag steht in Grimma ein verkehrspolitisch sensibles Thema auf der Tagesordnung: Der Stadtrat Grimma soll über die Installation mehrerer stationärer Geschwindigkeitsmessanlagen entscheiden.
Ziel ist es, die Verkehrssicherheit an besonders belasteten Straßenabschnitten dauerhaft zu erhöhen. Konkret geht es um feste Blitzer an vier Standorten im Stadtgebiet: in Nimbschen auf Höhe der Katharina-von-Bora-Straße, in der Grimmaer Wiesenstraße auf Höhe des ehemaligen Hauses Nr. 19, an der S 36 in der Ortslage Zschoppach nahe dem Abzweig „Zur Kirche“ sowie in der Wurzener Straße gegenüber der Einmündung Schillerstraße. Die Anlagen sollen weithin sichtbar aufgestellt werden.
Nach Angaben der Stadtverwaltung kommt es an diesen Punkten seit längerer Zeit zu zahlreichen Geschwindigkeitsverstößen – und das zu allen Tageszeiten. Mobile Kontrollen in größeren Abständen reichten demzufolge nicht aus, um das Tempo nachhaltig zu senken. Diverse Messreihen über Monate hinweg kamen zu diesem Ergebnis. Deshalb soll die Einhaltung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit künftig dauerhaft überwacht werden.
Die Beschlussvorlage betont, dass es dabei ausdrücklich um Prävention und Sicherheit gehe. Durch den kontinuierlichen Einsatz stationärer Anlagen solle zudem das Unfallrisiko reduziert und der Schutz aller Verkehrsteilnehmer insbesondere an den beiden Schulen in Zschoppach und Hohnstädt verbessert werden.
Ob und wann die neuen Messanlagen tatsächlich installiert werden, entscheidet sich am Donnerstagabend im Stadtrat. Mit dem Beschluss würde Grimma einen weiteren Schritt hin zu konsequenterer Verkehrsüberwachung gehen – ein Schritt, der bei vielen Anwohnern auf Zustimmung, bei manchem Autofahrer aber wohl auch auf Kritik stoßen dürfte.












