Trebsen. Der Technische Dienst Information und Kommunikation des Landkreises Leipzig (TDIuK) blickt auf ein arbeitsintensives und prägendes Jahr 2025 zurück. Steigende Einsatzzahlen, wachsende Anforderungen an Technik und Personal sowie bedeutende Investitionen kennzeichneten die Arbeit der spezialisierten Einheit im Katastrophenschutz
Mehr Einsätze, höhere Komplexität
Die Zahl der Alarmierungen des Einsatzleitwagen 2 (ELW2) und dessen Besatzung, welcher im feuerwehrtechnischen Zentrum des Landkreises in Trebsen stationiert ist, ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. Während der Technische Dienst 2023 noch vier Einsätze verzeichnete, waren es 2025 bereits sieben. Besonders deutlich zeigt sich diese Entwicklung bei den Einsatzstunden: Sie stiegen von 116 Stunden im Jahr 2023 auf nahezu 188 Stunden im Berichtsjahr. Die Einsätze wurden damit nicht nur häufiger, sondern auch zeitlich und organisatorisch anspruchsvoller.

Zu den prägenden Lagen zählten mehrere Brandeinsätze, eine groß angelegte Gefahrgutübung sowie die technische Betreuung des Hightfield-Festivals. Herausragend war insbesondere der mehrtägige Waldbrandeinsatz in der Gohrischheide Anfang Juli, bei dem der Technische Dienst über mehrere Schichten hinweg Führungsunterstützung leistete, Internet- und Funktechnik bereitstellte und aktiv in der Einsatzabschnittsleitung mitarbeitete.
Stabile Personalstruktur mit hoher Fachkompetenz
Personell blieb die Einheit im Jahr 2025 stabil. Insgesamt 15 Kameradinnen und Kameraden – sechs Frauen und neun Männer – engagierten sich im Technischen Dienst. Mit vier Maschinisten, acht Gruppenführern und drei Fachberatern Information und Kommunikation verfügt die Einheit über einen deutlich über dem Mindestbedarf liegenden Kräfteansatz und kann auch längere Einsatzlagen zuverlässig abdecken.

Ausbildung und Technik im Fokus
Ein Schwerpunkt des Jahres lag auf Ausbildung und Qualifizierung. In 35 Diensten mit insgesamt rund 800 Personaldienststunden wurden vor allem das Arbeiten im Einsatzleitwagen ELW 2, der Aufbau besonderer Führungsstellen sowie Abläufe im Alarmfall trainiert. Die Indienststellung eines Mannschaftstransportwagens (MTW) eröffnete zusätzliche Möglichkeiten für das abgesetzte Arbeiten und bewährte sich bereits in realen Einsatzlagen.
Technisch wurde die Ausstattung der Einheit weiter verbessert. Neben neuen Endgeräten und einem Satellitentelefon zählt insbesondere der MTW zu den wichtigsten Neuerungen. Herausforderungen ergaben sich hingegen aus organisatorischen Änderungen bei der Nutzung von Rollcontainern, die künftig weiter optimiert werden sollen.
Präsenz in der Öffentlichkeit
Auch außerhalb des Einsatzgeschehens war der Technische Dienst präsent. Bei mehreren Blaulichtmeilen und Festveranstaltungen stellte die Einheit ihre Arbeit vor. Zudem beteiligte sich der Dienst an Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche und pflegte aktiv die Öffentlichkeitsarbeit.
Blick nach vorn
Für 2026 stehen erneut umfangreiche Aufgaben an. Geplant sind der weitere Ausbau der Führungs- und Kommunikationstechnik, die Vernetzung aller Einsatzleitwagen im Landkreis sowie neue Konzepte für ortsunabhängiges Arbeiten in Großschadenslagen. Zudem wird die Ausbildung und Einrichtung des neuen ELW2, welcher Anfang Februar durch den Freistaat an den Landkreis und die Einheit übergeben wurde, einen großen Zeitanspruch einnehmen. Der alte ELW2 soll zudem an das DRK übergeben werden, auch hier werde die Übergabe und Einweisung eine Aufgabe werden. Ergänzend sollen ein Informationstag und ein Imagefilm dazu beitragen, die Aufgaben des Technischen Dienstes Information und Kommunikation bekannter zu machen.

Kreisbrandmeister mit viel Lob für die Einheit
Der Jahresbericht zeigt deutlich: Der Technische Dienst IuK ist ein zentraler Baustein im Katastrophenschutz des Landkreises Leipzig – fachlich hoch spezialisiert, technisch zunehmend leistungsfähig und organisatorisch vor neuen, anspruchsvollen Entwicklungsschritten. Genau dies untermalte Kreisbrandmeister Nils Adam, welcher den Kameradinnen und Kameraden ausdrücklich für ihr Engagement und die gute Zusammenarbeit im Namen des Lankreises dankte. Der Technische Dienst des Landkreises nehme im Freistaat eine Vorreiterrolle ein. Nach schwierigen Anfangsjahren habe sich die Einheit in den vergangenen Jahren deutlich professionalisiert und sei heute gut aufgestellt. Im Vergleich zu anderen Landkreisen sieht er den eigenen Landkreis gut vorbereitet. Für die Zukunft – insbesondere für 2026 – wünscht er sich eine weiterhin kritische, konstruktive Zusammenarbeit und setzt auf Kontinuität und gemeinsamen Fortschritt.












