Sachsen. Sachsen steht vor einer deutlichen Verschärfung der winterlichen Wetterlage.
Ein Tiefdruckgebiet, das derzeit von Dänemark nach Südschweden zieht und sich dabei allmählich abschwächt, sorgt weiterhin für die Zufuhr kalter Meeresluft in den Freistaat. Bereits in der Nacht zum Freitag erreicht jedoch ein neues, deutlich kräftigeres Sturmtief die Region – mit teils intensiven Schneefällen und stürmischem Wind.
Schon am Donnerstagmorgen herrscht verbreitet strenger Frost. Die Temperaturen liegen vielerorts bei rund minus zehn Grad, in Tallagen können bei Aufklaren sogar bis zu minus 15 Grad erreicht werden. Auch tagsüber bleibt es frostig mit leichtem Dauerfrost. In der Nacht zum Freitag steigen die Tiefstwerte zwar etwas an, bewegen sich aber weiterhin im winterlichen Bereich zwischen minus drei und minus sieben Grad.
Begleitet wird die Kälte von einer erhöhten Glättegefahr. Schnee- und Eisglätte sind allgemein verbreitet. Besonders kritisch könnte die Lage am Freitagvormittag werden: Von Süden her geht der Schneefall stellenweise in Schneeregen oder sogar gefrierenden Regen über. Nach aktuellem Stand der Prognosen kann dieser gefährliche Niederschlag bis etwa zur Linie Leipzig–Görlitz vordringen.
Auch der Schnee selbst wird zum Thema. Bereits heute sind einzelne Schneeschauer möglich, lokal können bis zu zwei Zentimeter Neuschnee fallen. Am Freitag bringt das durchziehende Sturmtief dann deutlich mehr: Gebietsweise werden drei bis acht Zentimeter Neuschnee erwartet, örtlich sogar bis zu 15 Zentimeter. In Kombination mit starkem Südost- bis Südwind sind Schneeverwehungen wahrscheinlich.
Vor allem in den Hochlagen des Erzgebirges müssen sich die Menschen auf stürmische Verhältnisse einstellen. Dort sind Sturmböen mit Geschwindigkeiten von bis zu 75 km/h (Beaufort 9) möglich.
Behörden und Wetterdienste raten zur Vorsicht. Verkehrsteilnehmer sollten sich auf winterliche Straßenverhältnisse einstellen, unnötige Fahrten möglichst vermeiden und aktuelle Wetterwarnungen im Blick behalten.









