Spontandemo der Landwirte auf der B107: Autobahnbrücke in Grimma blockiert

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Fotos: Sören Müller

Grimma. Unter Anderem wurde am Dienstagabend die B107 über die A14 durch Landwirte blockiert.

Wie die Landwirte über den Verein Land schafft Verbindung Sachsen e.V. mitteilten, sollte mit der Aktion ein Zeichen gesetzt werden. „Hunderttausende Tonnen Agrargüter, die ohne klare Herkunft, soziale und ökologische Standards nach Europa importiert werden sollen, während wir in Europa landwirtschaftliche Flächen zwangsstilllegen.“ heißt es in der Presseerklärung. Das sei aktuell der Weg, aktives
Greenwashing in Deutschland zu betreiben.

Zudem fordern die Landwirte den Schutzstatus des Wolfes zu überdenken.  „Artenschutz und Weidetierhaltung dürfen kein Widerspruch sein. Aktuell werden immer mehr Weidetiere und auch Haustiere durch Wölfe gerissen. Es bedarf einer Änderung im Jagdrecht, die es ermöglicht, den Wolf als Teil der Umwelt zu bewahren, aber die ungebremste Ausbreitung zu unterbinden.

Die Agrarflächen in Deutschland, die zu höchsten ökologischen und sozialen Standards
Lebensmittel produzieren, immer weiter stillzulegen, sei der falsche Weg. Vor allem wenn
diese Produkte dann ohne klare Herkunftskennzeichnung importiert werden würden. „Wozu Millionen Tonnen Schweröl verbrauchen, wenn wir in Europa Lebensmittelsicherheit gewährleisten können?“ fragt sich der LSV.  „Wir stellen uns hinter unsere Kollegen, die ab morgen in Büsum zur Agrarministerkonferenz für eine gesunde, regionale Landwirtschaft demonstrieren. Die Agrarminister der Länder und auch der Bundeslandwirtschaftsminister müssen einen moralischen Weg finden, die brennenden Fragen der Agrarpolitik zu beantworten.“.

Die Landwirte fordern:1. Europäische Standards bei Importen. Wir dürfen unsere Probleme in der Ernährungs- Sicherheit nicht nach Südamerika exportieren. 2. Langfristige Planungssicherheit für Landwirte. Wir denken in Generationen. 3. Wir bleiben beim NEIN zur 4%-Zwangsstilllegung – Wenn wir den Regenwald erhalten wollen, müssen wir hier auf höchsten ökologischen Standards produzieren. 4. Weidetierhaltung und Artenschutz müssen zusammen funktionieren – Das Wolfsproblem darf nicht weiter aufgeschoben werden.