Das hätte tödlich enden können: Zug musste zwischen Grimma und Großbothen eine Schnellbremsung einleiten

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Symbolbild/Sören Müller

Grimma. Bereits am Mittwoch überquerten Unbekannte die Gleise auf der Strecke von Köthen nach Halle. Der aus Emden kommende Intercity leitete so-fort eine Schnellbremsung ein, um einen Zusammenstoß mit der Personengruppe zu verhindern. Die Personen flüchteten daraufhin in unbekannte Richtung. Schon einen Tag später kam es erneut zu einer Gefahrensituation, diesmal bei Grimma.

Ein 17- jähriger Algerier hielt sich laut Bundespolizei im Gleisbereich auf der Strecke zwischen Grimma und Großbothen auf. Zum Glück erkannte der Lokführer den Jungen rechtzeitig und leitete ebenso unverzüglich eine Schnellbremsung ein. Einen halben Meter vor dem Jungen kam der Triebwagen endlich zum Stillstand.

Der Triebwagenführer stand so von dem Ereignis unter Schock, dass er seinen Dienst abbrechen musste. Das konnte man von dem 17- Jährigen nicht sagen, denn dieser versuchte gleich im Anschluss in den Zug zu klettern. Dies gelang ihm nicht, da alle Türen des Zuges verriegelt waren. Daraufhin setzte er sich einfach neben den Zug. Dies stellte die Hubschrauberbesatzung der Bundespolizei fest und führten die Einsatzkräfte zu dem Jugendlichen. Der Junge wurde zum Glück unverletzt in polizeiliches Gewahrsam genommen. Die Bundespolizeiinspektion Leipzig weist in diesem Zusammenhang noch einmal ausdrücklich auf die Gefahren von Bahnanlagen hin. Kinder und auch Erwachsene unterschätzen diese Gefahren. Züge nähern sich heutzutage fast lautlos und können nicht einer Gefahrensituation ausweichen. Auch der Bremsweg ist deutlich länger als bei einem Auto.

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