Verschwendung? Grimmaer Bahnsteige im Schwarzbuch

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Archivbild/Sören Müller

Grimma. Der Grimmaer Bahnhof und seine Bahnsteige wurden im aktuellen Schwarzbuch des Bund für Steuerzahler (BdSt) aufgenommen.

Der Bahnhof in Grimma hat seit dem vergangenen Jahr zwei barrierefreie Bahnsteige – allerdings wird nur einer von ihnen genutzt, kritisiert der Bund der Steuerzahler in diesem Jahr.

Ursprünglich hatte Grimma einen Bahnsteig direkt am Bahnhofsgebäude. Vor einigen Jahren hat das Eisenbahnbundesamt einen barrierefreien Ausbau aus bautechnischen Gründen verworfen und stattdessen einen zweiten Bahnsteig für rund 200.000 Euro barrierefrei zu bauen. Nach dessen Fertigstellung wurde der Bahnverkehr aber ausschließlich am unsanierten Bahnsteig weitergeführt. Als „Bahnsteig-Posse in Grimma“ hatte er einen Auftritt in der ARD-Satiresendung extra3.

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Das Eisenbahnbundesamt genehmigte dann doch noch die Sanierung des ersten Bahnsteiges. „Die Deutsche Bahn und das Eisenbahnbundesamt erklärten ihre Investitionsentscheidung für den zweiten Bahnsteig nun damit, dass zwei Bahnsteige eine höhere Infrastrukturkapazität schaffen. Infrastrukturanlagen würden zudem nicht nur für die nächsten Jahre, sondern für Jahrzehnte gebaut.„, erklärt der BdSt. Laut Fahrplan fahren derweil die Regionalbahnen weiterhin ausschließlich auf dem Bahngleis 1 ein und aus – nur während der Sanierung des Bahnsteigs 1 wurde Bahnsteig 2 als Ausweichvariante genutzt.

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