Tierschutzverstöße bei Großbardauer Herde vermutet

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Foto: pixabay

Grimma/Großbardau. Im Laufe der Kontrollen und Auflösung der Großbardauer Herde wurden laut einer Pressemitteilung des Landkreises mehrere Fakten festgestellt, die tierschutzrechtliche Verstöße nahelegen.

Konkret wirft man dem Tierhalter folgenden Sachstand vor: „So wurden auf dem Großbardauer Gelände zwei halbverweste Kadaver festgestellt, deren Fehlen in der Herde offensichtlich nicht aufgefallen war. Von einem dritten Tier sind nur noch Knochen vorhanden. Ein Rind wies ein gut sichtbares männerfaustgroßes offenes Geschwür auf, das bereits mit Maden besetzt war und nicht behandelt wurde. Die heute kontrollierte Weide in Grimma, auf der weitere ca. 70 Tiere stehen, weist Stangen und spitze Gegenstände auf, die die Rinder gefährden. Viele Tiere weisen hier Klauenprobleme auf. Unbekannte haben zudem den Pferch geöffnet, in dem sich die in den vergangenen Tagen eingefangenen Rinder befanden. Die Rinder befinden sich damit wieder auf der weitläufigen Weide und müssen erneut eingefangen werden.

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Probleme mit nicht- oder falsch gekennzeichneten Tieren der zweiten Herde sind bereits zu erkennen. Auch bei diesen frei lebenden Highland-Rindern wäre es möglich gewesen, die Ohrmarken ordnungsgemäß zu setzen. Eine Betäubung zur Kennzeichnung und auch ggf. Blutentnahme ist durch den Tierarzt möglich.“ So der Landkreis in einer heutigen Stellungnahme. 

Quelle PM Landkreis

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