Krankheitswelle sorgt für Notstand in den Wurzener Kitas

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Symbolbild/pixabay

Wurzen. In den Wurzener Kitas herrscht in diesen Tagen der Ausnahmezustand.

In der Kita Märchenland werden Eltern gebeten, ihre Kinder zuhause zu lassen oder wenigstens die Betreuungszeit zu reduzieren. Mit ähnlichen Regelungen wurde versucht, in Burkartshain den Betrieb am Laufen zu halten. Nachdem dort aber von neun Erziehern nur noch drei arbeitsfähig sind, muss die Stadt neue Maßnahmen ergreifen.

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Daher werden ab Montag, 8. April 2019, die Burkartshainer Kindergartenkinder in der Kührener Kita „Rüsselchen“ betreut. „Das ist die einzige Alternative zu einer kompletten Schließung der Einrichtung. Wir haben uns entschieden, die Krippenkinder in Burkartshain zu lassen. Der Aufwand und der Raumbedarf, der für einen Umzug der Jüngsten in eine andere Einrichtung betrieben werden müsste, ist sehr groß. Für die Kindergartenkinder hingegen haben wir in Kühren in der Hort-Etage Platz. Diese Regelung gilt für eine Woche“, erklärt Oberbürgermeister Jörg Röglin.

Die betroffenen Eltern werden um Verständnis für diese Übergangslösung gebeten. Zugleich weist der OBM darauf hin, dass die Gewährleistung der Betreuung für Kinder gilt, die nicht anderweitig betreut werden können. Die Zahl der Krankmeldungen sei in diesem Umfang sehr außergewöhnlich und nicht abschätzbar gewesen. Dennoch will die Stadt aus der Erfahrung lernen und Erzieher künftig Teilzeit beschäftigen. „Das bedeutet zum einen, dass wir mehr Personal einstellen können und zum anderen, können Teilzeitbeschäftigte in Notsituationen einfacher Vollzeit arbeiten. „Wir wären in dieser Konstellation einfach flexibler“, sagt Röglin.

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Der Vorschlag sei aus den Reihen der ErzieherInnen gekommen. Weiterhin werde die Stadtverwaltung ab Juni drei zusätzliche ErzieherInnen einstellen. Auch dadurch werde es Entspannung in den Einrichtungen geben.  Um die Lage kurzfristig besser zu händeln zu können, setzt die Stadt auch auf freiwillige Helfer. „Wir sind unter anderem im Gespräch mit ehemaligen Erzieherinnen und hoffen darauf, dass sie schnell helfen können. Weiterhin können aber in jedem Fall Eltern für Entlastung sorgen, indem Kinder, die zuhause betreut werden können auch zuhause bleiben. Das wäre auch solidarisch mit den Eltern, die arbeiten gehen und auf Betreuung in der Kita angewiesen sind“, so der Oberbürgermeister. Finanzielle Einbußen müssen niemand befürchten. Wer sein Kind mindestens eine Woche daheim lässt, bekommt die Betreuungsgebühr verrechnet.

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