Verdacht auf Tuberkulose in Grimmaer Flüchtlingsunterkunft

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Grimma. In der Unterkunft für Flüchtlinge, dem sogenannten „Roten Ochsen“ gab es einen Verdachtsfall auf Tuberkulose.

Die betroffene Frau wurde gestern Abend ins Krankenhaus gebracht und dort isoliert. Einen endgültigen Befund gab es allerdings noch nicht. Die Tuberkulose ist eine durch Bakterien verursachte Infektionskrankheit, welche auch in Verdachtsfällen dem Gesundheitsamt gegenüber meldepflichtig ist, die meist die Lungen schädigt. Es ist nicht der erste Fall einer hochansteckenden Krankheit in einer Unterkunft. Der Heimleiter Alexander H. verwies unsere Anfrage, betreffend der Bewohnerin, auf die entsprechende Ausländerbehörde. Wie lange sie im Krankenhaus bleiben wird, hängt von mehreren Untersuchungen ab. Es werden in der Regel  zwei weitere Speichelproben genommen und mikrobiologisch untersucht. Außerdem wird ein Röntgenbild der Lunge gemacht. Je nach Befund können weitere Untersuchungen wie Bronchoskopie hinzukommen. Erst dann kann über Therapie, Entlassung aus dem Krankenhaus und Aufhebung der Isolierung entschieden werden. Sollte sich der Verdacht bestätigen, werden dann die bereits ermittelten, engen Kontaktpersonen auf Tuberkulose mit dem sogenannten IGRA-Test (Interferon-Gamma-Release-Assay) untersucht und gegebenenfalls ebenfalls isoliert. 

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Update 28.12.2015: Der Landkreis konnte uns heute zum aktuellen Thema folgendes mitteilen: „Die betreffende Person wird aktuell fachmedizinisch behandelt. Der Verdacht auf eine Tuberkulose-Erkrankung hat sich bislang nicht erhärtet. Aus Datenschutzgründen dürfen wir weder eine Diagnose noch medizinische Details zum konkreten Fall herausgeben.“ 

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