Großkontrolle am Hauptbahnhof

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Symbolbild/pixabay

Leipzig. Am Dienstag wurde zum 13. Mal eine Komplexkontrolle, ein Präsenz- und Zugriffstag der Polizeidirektion Leipzig unter Federführung der Gemeinsamen Ermittlungsgruppe Bahnhof-Zentrum durchgeführt.

Unterstützt wurden die Kräfte dabei durch die Beamten der Fahrradstaffel, der Bereitschaftspolizei Leipzig, von Kriminalbeamten der Polizeidirektion Leipzig, den Streifendienst und Kriminaldienst des Polizeirevieres Leipzig-Zentrum sowie durch die Bundespolizeidirektion Pirna und Kriminalbeamte aus Halle/Saale.

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Ziel war es, zum einen die bestehende örtliche Drogenszene am und im Leipziger
Hauptbahnhof sowie den angrenzenden Parkanlagen (Bürgermeister-Müller-Park und Schwanenteich) weiter offensiv zu bekämpfen und zum zweiten Störungen der öffentlichen Sicherheit und Ordnung durch Bettler, Trinker und Punker durch dortiges Lagern und teilweise aggressiven Bettelns und Urinieren in der Öffentlichkeit im Bereich der Ausgänge des Hauptbahnhofs zu beseitigen.

Dazu wurden die bekannten Orte durch Einsatzkräfte aufgeklärt, um Zugriffskräfte gezielt an markierte Straftäter und Störer heranführen zu können. Aufgrund des guten Wetters waren die Parkanlagen stark frequentiert. Direkt zu Einsatzbeginn wurde im Bereich der Westhalle durch Kollegen der Bundespolizei eine als vermisst gemeldete 15-Jährige angetroffen. Diese wurde in der Folge dem Kinder- und Jugendnotdienst übergeben.

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Bei einer weiteren Kontrolle im gleichen Bereich wurde bei einer männlichen Person ein Schlagstock festgestellt. Eine Anzeige folgte umgehend wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz. Durch zivile Kräfte wurde gegen 17:15 Uhr eine verdächtige Person im Bereich
der Zentralhaltestelle ausgemacht, welche an zwei Käufer Betäubungsmittel
veräußerte. Alle drei Personen konnten gestellt werden. Bei beiden Käufern wurden Betäubungsmittel aufgefunden, wobei die männliche Person dieses in der Unterhose versteckt hatte. Durch den Rauschgiftsuchhund „Max“ wurde das Betäubungsmittel jedoch sofort
erschnüffelt. Ebenso konnte das Depot des Verkäufers ausgehoben werden. Gegen diese Person wurde durch die Staatsanwaltschaft Leipzig die vorläufige Festnahme angeordnet und zu weiteren polizeilichen Maßnahmen in das Revier gebracht.

Im Bereich der Ostseite des Hauptbahnhofes wurde eine Gruppe von sieben Personen aus dem Trinkerklientel kontrolliert und des Platzes verwiesen. Zuvor waren dort Verunreinigungen durch diese Personen beobachtet worden. Während dieser Kontrolle kam eine männliche, ausländische Person aus dem Bereich des Mittelbaus an einen anwesenden „Suche an der Person-Hund“ (SAP-Hund) vorbeigelaufen. Beim Hund „Max“ gingen daraufhin sofort die „Alarmglocken“ an und sein Herrchen verstand seinen Vierbeiner sofort. Deshalb wurde der Mann zur Dienststelle verbracht. Bei der Durchsuchung dieser Person wurde dann eine größere Menge Betäubungsmittel (ca. 10 Gramm Cannabis) in der Unterhose gefunden.

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Zivile Kräfte stellten gegen 19:00 Uhr mehrere verdächtige ausländische, arabische Personen im Bereich der Richard-Wagner-Treppe fest. Kontrollkräfte wurden herangezogen. Mehrere
Personen wurden kontrolliert. Im Ergebnis wurde durch den Rauschgifthund „Cube“ ein
größeres Depot mit Betäubungsmitteln und auf dem Weg zu dieser Kontrolle eine Portion
Haschisch gefunden. Den größten Fund des Einsatzes machte Rauschgifthund „Vito“ bei einer Kontrolle am neuen Fernbusterminal. Dort waren drei Personen aus dem nordafrikanischen Raum den Zivilkräften aufgefallen. Beamte der Bundespolizei unterzogen diese Personen einer
Kontrolle. Rauschgiftsuchhund „Vito“ erschnüffelte die Drogen in einer Menge von 9 7,5Gramm.

Im späteren Zeitraum beobachteten Zivilkräfte im Bereich des Bürgermeister-Müller-Parks die „Abwicklung“ von zwei Verkäufen. Zunächst wurden uniformierte Kräfte der Bereitschaftspolizei in Stellung gebracht und an zwei Käufer herangeführt, welche im Bereich der Höfe am Brühl einer Kontrolle unterzogen wurden. Hierbei wurde einmal eine geringe Menge an Betäubungsmitteln gefunden. Der Händler wurde durch Zivilkräfte weiter beobachtet und nachfolgend durch die Bereitschaftspolizei gestellt. Im Anschluss wurden insgesamt drei Depots mit Betäubungsmitteln ausgehoben, welche auf Grund der Aufklärung dem Händler zugeordnet werden konnten. Dabei wurden 42,6 Gramm sichergestellt.

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Bei der Überprüfung des Händlers wurde festgestellt, dass dieser mit einem Haftbefehl gesucht wurde. Parallel liefen weitere Kontrollen im Bereich der Spielothek „Fairplay“, welche unmittelbar an die Parkanlage des Schwanenteichs angrenzt, sowie in Richtung Augustusplatz. Eine 26-jährige deutsche Person wurde vor der Spielothek durchsucht und bei ihr Betäubungsmittel aufgefunden. In unmittelbarer Nähe fand gerade ein weiterer „Verkaufsvorgang“ statt. Die Beamten griffen zu und nahmen den arabisch aussehenden Verkäufer und den italienischen Käufer vorläufig
fest. Betäubungsmittel und eine dreistellige Summe Bargeld in szenetypischer Stückelung konnten die Beamten sicherstellen.

Insgesamt wurden 59 Personenkontrollen durchgeführt, neun Ermittlungsverfahren
wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz eingeleitet, 27 Platzverweise
ausgesprochen, 46 Personen durchsucht. Dabei hatten die Beamten vier „Fahndun gstreffer“ dabei, wobei bei zwei Personen ein Haftbefehl „dahinterstand“. In der Summe konnten 178,1 g Betäubungsmittel aus dem Verkehr gezogen werden. Mehrere Betäubungsmitteldepots wurden aufgefunden und die darin befindlichen Cliptütchen mit Betäubungsmitteln sichergestellt und entsorgt. Auch Dienstagabend führten Beamte der Bereitschaftspolizei weitere offensive Präsenzmaßnahmen im Bereich Schwanenteich/Oper durch und im Bereich der Eisenbahnstraße. In diesem Zusammenhang gab es keinerlei Vorkommnisse zu verzeichnen.

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Diese Komplexkontrolle zeigt erneut, dass die Polizei in Leipzig eine hohe Präsenz in
um und den Hauptbahnhof zeigt, die auch anhand der Arbeitsergebnisse weiterhin
erforderlich ist. Und das werden wir auch beibehalten.“ so Polizeisprecher Uwe Voigt.

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