Sachsen. Der Freistaat Sachsen und der US-Bundesstaat Arizona wollen ihre Zusammenarbeit in der Halbleiterindustrie weiter vertiefen.
Im Rahmen der Branchenmesse SEMICON West, die vom 13. bis 15. Oktober 2026 in San Francisco stattfand, haben die Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH (WFS) und die Arizona Commerce Authority (ACA) weitere Kontakte zwischen Unternehmen und Institutionen beider Regionen geknüpft. Ziel ist es, die beiden bedeutenden Halbleiterstandorte enger miteinander zu vernetzen und neue Kooperationsmöglichkeiten entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu erschließen.
„Arizona und Sachsen gehören zu den weltweit führenden Mikroelektronik-Standorten, an denen aktuell auch sehr große neue Halbleiterkapazitäten entstehen“, erklärte WFS-Geschäftsführer Thomas Horn. Mit dem Ausbau der Chipproduktion müssten zugleich Zulieferer, Forschung, Fachkräfte und Infrastruktur Schritt halten.
Für sächsische Unternehmen könne die Zusammenarbeit einen besseren Zugang zu einem der wichtigsten Halbleitermärkte der USA ermöglichen. Unternehmen aus Arizona wiederum sollen von einem direkten Zugang zum größten Mikroelektronikstandort Europas profitieren.
Auch Sandra Watson, Präsidentin und CEO der Arizona Commerce Authority, sieht Potenzial in einer engeren Zusammenarbeit. Sowohl Arizona als auch Sachsen hätten sich zu international bedeutenden Standorten für Halbleiterfertigung, Innovation und Investitionen entwickelt. Besonders wichtig seien deshalb stärkere Verbindungen zwischen Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Fachkräften auf beiden Seiten des Atlantiks.
Austausch beim Transatlantic Executive Dinner
Den Auftakt der Gespräche bildete bereits am Vorabend der SEMICON West ein gemeinsames „Transatlantic Executive Dinner“. Dabei kamen Führungskräfte aus der Halbleiterindustrie sowie Vertreter aus Wirtschaft, Forschung und Institutionen aus Sachsen und Arizona zusammen.
Im Mittelpunkt standen die Entwicklung der beiden Halbleiterregionen sowie mögliche konkrete Kooperationen zwischen Unternehmen und Partnern. Die Gespräche knüpften unter anderem an Kontakte an, die bereits während der Silicon Saxony Days im Juni entstanden waren.
Milliardeninvestitionen in Arizona
Arizona gehört zu den US-Regionen mit einer besonders hohen Konzentration an Halbleiterunternehmen und einem starken Ausbau der Produktionskapazitäten. Nach Angaben der Wirtschaftsförderung hat der Bundesstaat seit 2020 mehr als 70 Erweiterungs- und Ansiedlungsprojekte aus der Halbleiterindustrie angezogen. Das damit verbundene Investitionsvolumen liegt bei mehr als 314 Milliarden US-Dollar.
Die Projekte umfassen unterschiedliche Bereiche der Halbleiterindustrie – von der eigentlichen Chipproduktion über Anlagen und Materialien bis hin zu Advanced Packaging und Forschung. Auch für die internationale Halbleiterbranche gewinnt Arizona weiter an Bedeutung: Ab dem Jahr 2027 soll Phoenix dauerhafter Austragungsort der SEMICON West werden.











