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Botschafter aus mehr als 20 Ländern zu Gast im Landkreis Leipzig

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Foto: Lukas Franke | Lucram Media

Landkreis Leipzig. Die Region Leipzig hat sich erneut als international vernetzter Wirtschafts- und Innovationsstandort präsentiert. Bereits zum dritten Mal organisierte der Kreisverband Landkreis Leipzig der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) eine Botschafterreise. Vertreter aus mehr als 20 Nationen nutzten die Gelegenheit, Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Innovationszentren in der Region kennenzulernen.

Die Delegation vereinte diplomatische Vertreter aus Europa, dem Nahen Osten sowie aus Afrika, Asien und Lateinamerika. Neben dem Austausch über die wirtschaftliche Entwicklung der Region ging es insbesondere um mögliche neue Kooperationen in den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft und Technologie.

Einblicke in Zukunftsstandorte

Auf dem Programm standen mehrere Stationen, die unterschiedliche Facetten des Wirtschafts- und Innovationsstandortes Leipzig und des Landkreises Leipzig zeigten. Im SpinLab erhielten die Gäste von Dr. Marcus Haberstroh Einblicke in die Arbeit eines der bekannten deutschen Start-up-Zentren.

Anschließend führte Markus Geisenberger die Delegation durch die Leipziger Messe. Weitere Einblicke folgten im Vislab des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ), wo Prof. Dr. Olaf Kolditz und Dipl.-Ing. Lars Bilke aktuelle Forschungs- und Innovationsthemen vorstellten. Auch der Landkreis Leipzig selbst war Teil des Programms. Bei der ESA Elektroschaltanlagen Grimma GmbH empfing Jörg Reinker die internationalen Gäste und gab Einblicke in das Unternehmen und seine Arbeit.

Innovation, Digitalisierung, Forschung und nachhaltige Entwicklung standen dabei ebenso im Mittelpunkt wie die Frage, welche Möglichkeiten sich für eine internationale Zusammenarbeit ergeben können.

Austausch mit Politik und Wirtschaft

Im Verlauf der Reise kamen die Botschafter und diplomatischen Vertreter auch mit regionalen Entscheidungsträgern ins Gespräch. Unter anderem wurden mit Landrat Graichen und Grimmas Oberbürgermeister Kießig mögliche wirtschaftliche, wissenschaftliche und technologische Anknüpfungspunkte diskutiert.

Für die internationalen Gäste bot die Reise vor allem die Möglichkeit, regionale Unternehmen und Forschungseinrichtungen nicht nur aus der Distanz kennenzulernen, sondern direkt vor Ort mit den Verantwortlichen ins Gespräch zu kommen.

Den Abschluss bildete ein Unternehmerempfang im historischen Barockschloss Störmthal. Auf Einladung von Schlossherrn Dr. Manfred Kolbe kamen rund 50 ausgewählte Unternehmensvertreter aus der Region mit den diplomatischen Gästen zusammen.

Dabei wurden Kontakte geknüpft und mögliche Ansätze für eine internationale Zusammenarbeit besprochen. Nach Angaben der Veranstalter entstanden bereits während des Empfangs zahlreiche neue Gesprächsansätze.

Botschafterreise soll 2027 fortgesetzt werden

Die Resonanz auf die diesjährige Veranstaltung fiel nach Angaben der MIT positiv aus. Mehrere Botschafterinnen, Botschafter und diplomatische Vertreter signalisierten demnach bereits Interesse an einer erneuten Teilnahme im kommenden Jahr. Damit könnte die Botschafterreise 2027 zum vierten Mal stattfinden und den Austausch zwischen internationaler Diplomatie sowie Unternehmen und Forschungseinrichtungen der Region weiter ausbauen.

Daniel Mayer, Vorsitzender des MIT-Kreisverbandes Landkreis Leipzig, sieht in dem Format vor allem die direkte Vernetzung verschiedener Bereiche als Stärke: „Der direkte Austausch zwischen Diplomatie, Wirtschaft, Forschung und Innovation in diesem kompakten Format schafft wertvolle Verbindungen, von denen alle Beteiligten profitieren können.“

Die Mittelstands- und Wirtschaftsunion bezeichnet sich als größte parteipolitische Wirtschaftsvereinigung Deutschlands. Nach eigenen Angaben gehören dem Netzwerk rund 25.000 Mitglieder an, darunter Familienunternehmer, Selbstständige, Gründer und Freiberufler sowie Beschäftigte, Beamte, Studierende und Auszubildende.