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Weniger Unterrichtsausfall an Sachsens Schulen – Oberschulen verzeichnen deutliche Verbesserung

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Foto: Rolf Hofmann
Wallgrabenschule Foto: Rolf Hofmann

Dresden. An Sachsens Schulen ist im vergangenen Schuljahr weniger Unterricht ausgefallen als noch im Jahr zuvor. Das geht aus den aktuellen Zahlen des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus (SMK) hervor, die am Dienstag veröffentlicht wurden. Demnach sank der planmäßige Unterrichtsausfall im Schuljahr 2025/26 im Vergleich zum Vorjahr um 11,4 Prozent.

Insgesamt fielen im vergangenen Schuljahr 3,1 Prozent der Unterrichtsstunden planmäßig aus. Im Schuljahr 2024/25 hatte dieser Wert noch bei 3,5 Prozent gelegen. Bereits im ersten Schulhalbjahr konnte der Ausfall von 3,7 auf 3,3 Prozent reduziert werden. Im zweiten Schulhalbjahr sank er weiter von 3,2 auf 2,9 Prozent.

Sachsens Kultusminister Conrad Clemens wertete die Entwicklung als positives Signal. „Sachsens Unterrichtsausfall sinkt weiter. Vor allem an den Oberschulen sind im vergangenen Schuljahr weniger Stunden ausgefallen. Dieser Trend ist ein wichtiges Signal für alle Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Eltern“, erklärte der Minister. Zwar gebe es weiterhin Herausforderungen, die Entwicklung zeige jedoch, dass die eingeleiteten Maßnahmen Wirkung entfalten. Dazu habe auch beigetragen, dass im Schuljahr 2025/26 mehr Lehrkräfte eingestellt wurden, als den Schuldienst verlassen haben.

Besonders deutlich verbesserte sich die Situation an den Oberschulen. Dort sank der Unterrichtsausfall von 7,6 Prozent im Schuljahr 2024/25 auf 5,6 Prozent im Schuljahr 2025/26. Das entspricht einem Rückgang von 26,3 Prozent. Auch an Förderschulen verringerte sich der Ausfall leicht von 7,9 auf 7,6 Prozent. An Gymnasien ging er von 1,5 auf 1,4 Prozent zurück.

Nicht in allen Schularten entwickelte sich die Situation positiv. An den Grundschulen stieg der planmäßige Unterrichtsausfall von 0,8 auf 1,3 Prozent. Auch die Beruflichen Schulzentren verzeichneten einen Anstieg von 1,4 auf 1,8 Prozent.

Der außerplanmäßige Unterrichtsausfall – etwa durch Erkrankungen von Lehrkräften, Fortbildungen oder schulische Veranstaltungen – blieb hingegen nahezu unverändert. Während im Schuljahr 2024/25 noch 5,7 Prozent der Unterrichtsstunden aus diesen Gründen ausfielen, lag der Wert im vergangenen Schuljahr bei 5,8 Prozent.

Trotz der weiterhin bestehenden Herausforderungen sieht das Kultusministerium die Entwicklung insgesamt als Bestätigung des eingeschlagenen Kurses. Insbesondere die deutliche Verbesserung an den Oberschulen gilt dabei als wichtiger Schritt zur Sicherung einer verlässlichen Unterrichtsversorgung in Sachsen.