Start Nachrichten Verkehrsunfall, Brände und Rettungseinsätze: Großbothens Feuerwehrnachwuchs gefordert

Verkehrsunfall, Brände und Rettungseinsätze: Großbothens Feuerwehrnachwuchs gefordert

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Fotos: Sören Müller/FF Großbothen

Großbothen. Ein Wochenende ganz im Zeichen von Feuerwehr, Teamarbeit und spannenden Einsatzübungen erlebten 17 Kinder und Jugendliche der Jugendfeuerwehr der Freiwilligen Feuerwehr Großbothen.

Beim diesjährigen Berufsfeuerwehrtag absolvierten die Nachwuchskräfte gemeinsam einen 24-Stunden-Dienst und konnten dabei ihr Können in unterschiedlichen Einsatzszenarien unter Beweis stellen. Organisiert und durchgeführt wurde der Berufsfeuerwehrtag von Jugendwartin Jennifer Kutscher und ihrem engagierten Betreuerteam. Für die jungen Feuerwehrleute standen dabei zahlreiche realitätsnahe Übungen auf dem Programm.

Den Auftakt bildete ein Verkehrsunfall im Gewerbegebiet. Dabei galt es, sich um zwei verletzte Personen zu kümmern und gleichzeitig auslaufende Betriebsmittel abzusichern. Die Jugendlichen mussten ihre erlernten Kenntnisse anwenden, Aufgaben verteilen und als Team zusammenarbeiten. Nach dem ersten Einsatz wurde gemeinsam ein Mittagessen zubereitet. Doch viel Zeit zum Ausruhen blieb nicht: Wenig später wartete bereits die nächste Aufgabe. Eine Katze hatte sich auf einen Baum verirrt und musste von den Nachwuchsfeuerwehrleuten gerettet werden.

Zwischen den Einsatzübungen blieb auch Zeit für Gemeinschaft und Freizeit. Beim Tischkicker und freien Spielen konnten die Kinder und Jugendlichen etwas entspannen, bevor erneut der Alarm ausgelöst wurde. Bei einer weiteren Einsatzübung wurde ein Brand der Kategorie B2 simuliert. Zusätzlich wurden mehrere vermisste Personen gemeldet und eine Gefahrstofflage angenommen. Die Jugendlichen mussten die Situation erfassen, nach den Vermissten suchen und gleichzeitig die besonderen Gefahren berücksichtigen.

Eine weitere Freizeitpause auf dem Spielplatz sorgte anschließend für Abwechslung. Doch schon bald stand erneut eine anspruchsvolle Übung auf dem Programm: In einem alten Luftschutzbunker wurde ein weiterer B2-Brand simuliert.

Nach den abwechslungsreichen Einsatzszenarien stand am Abend der gemeinsame Grillabend auf dem Programm. Doch auch damit war der Berufsfeuerwehrtag noch nicht beendet. Der zuvor gelöschte Brand im alten Luftschutzbunker entfachte erneut. Diesmal mussten die Nachwuchskräfte zusätzlich eine vermisste sowie eine verletzte Person auffinden und retten.

Nach einem ereignisreichen Tag klang der Abend bei einem Film und einem gemeinsamen Lagerfeuer aus. Anschließend hieß es für die jungen Feuerwehrleute Nachtruhe. Am nächsten Morgen wurde der 24-Stunden-Dienst mit einem gemeinsamen Frühstück beendet.

Der Berufsfeuerwehrtag bot den 17 Teilnehmern damit nicht nur zahlreiche abwechslungsreiche Einsatzübungen, sondern vermittelte zugleich wichtige Erfahrungen in den Bereichen Zusammenarbeit, Verantwortung und Kameradschaft. Für die Nachwuchsfeuerwehrleute stand dabei neben dem Lernen vor allem der Spaß an der Feuerwehr und das gemeinsame Erlebnis im Mittelpunkt.

Ein besonderer Dank der Jugendfeuerwehr Großbothen gilt allen Betreuern und Helfern, die den Berufsfeuerwehrtag ermöglicht und begleitet haben. Ebenso bedankt sich die Jugendfeuerwehr bei den Besitzern der genutzten Halle, den Betreibern des alten Luftschutzbunkers, der Gerätewarte und der Brandschutzbehörde der Stadt Grimma und dem Feuerwehrtechnischen Zentrum des Landkreis Leipzig am Standort Trebsen sowie bei der Familie Klaus-Delitzsch für die Unterstützung.