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Mit Blaulicht andere Autofahrer gestoppt – jetzt ermittelt die Polizei

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Symbolbild/Sören Müller

Bautzen/Auritz. Mit eingeschaltetem Blaulicht soll ein 19-Jähriger in der Nacht zu Sonntag auf der B6 bei Auritz andere Verkehrsteilnehmer zum Anhalten gebracht haben. Ein aufmerksamer Bürger bemerkte den ungewöhnlichen Vorgang und informierte die Polizei.

Nach Angaben der Polizei wurde der Skoda am 23. August gegen 2:10 Uhr gemeldet. Einsatzkräfte des Polizeireviers Bautzen konnten das Fahrzeug wenig später antreffen und kontrollieren. Dabei bestätigte sich der Verdacht: Am Privat-Pkw waren Imitate von blauen Sondersignalen angebracht, die den Signalen von Polizei und Rettungsdienst zum Verwechseln ähnlich waren.

Die Beamten stellten die entsprechenden Leuchten sicher. Gegen den 19-jährigen deutschen Fahrzeugführer wird nun wegen des Verdachts der Amtsanmaßung ermittelt.

Polizei warnt vor gefährlichem Missbrauch

Die Polizei weist darauf hin, dass der unsachgemäße Einsatz von Blaulicht, Martinshorn und anderen Sondersignalen eine erhebliche Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer darstellt. Autofahrer könnten durch die täuschend echten Signale zu riskanten oder unerwarteten Fahrmanövern veranlasst werden.

Sondersignale wie Blaulicht und Martinshorn sind Einsatzmitteln von Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst und weiteren dazu berechtigten Behörden vorbehalten. Ihr privater Einsatz ist strafbar und kann nach Angaben der Polizei zudem Konsequenzen für die Fahrerlaubnis haben.