Trebsen/Seelingstädt. Nach einem mutmaßlichen Brandanschlag auf ein Wohnhaus in Seelingstädt ermitteln die Staatsanwaltschaft Leipzig und die Polizeidirektion Leipzig gegen einen 47-jährigen Deutschen wegen des Verdachts des versuchten Totschlags sowie der versuchten schweren Brandstiftung.
Nach Angaben der Ermittlungsbehörden soll der Mann in der Nacht zum Sonntag gegen 0.25 Uhr zwei Brandsätze in den Wintergarten eines Wohnhauses an der Trebsener Straße geworfen haben. Durch die Wurfgeschosse sei im Inneren des Wintergartens ein Feuer ausgebrochen.
Die Ermittler gehen derzeit davon aus, dass der Beschuldigte mit seinem Handeln die Bewohner des Hauses töten wollte. Verletzt wurde bei dem Vorfall jedoch niemand. Ein 59-jähriger Hausbewohner konnte die Flammen noch vor dem Eintreffen der Feuerwehr mit einem Feuerlöscher löschen und so eine weitere Ausbreitung des Brandes verhindern. Zur Höhe des entstandenen Sachschadens liegen bislang keine Angaben vor.
Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde der Tatverdächtige noch am Sonntag vorläufig festgenommen. Die zuständige Bereitschaftsstaatsanwältin beantragte anschließend einen Unterbringungsbefehl. Dieser wurde durch die Bereitschaftsrichterin am selben Tag erlassen und vollzogen.
Der 47-Jährige befindet sich seitdem in einem psychiatrischen Krankenhaus. Nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen sowie auf Grundlage vorliegender fachärztlicher Stellungnahmen sehen Staatsanwaltschaft und Gericht dringende Anhaltspunkte dafür, dass der Beschuldigte die Tat in einem Zustand zumindest erheblich verminderter Schuldfähigkeit begangen haben könnte. Zudem wird davon ausgegangen, dass in einem späteren Verfahren eine dauerhafte Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus angeordnet werden könnte. Die Ermittlungen zu den Hintergründen der Tat und den genauen Umständen des Geschehens dauern an.











