Brand in Grimma: Hauseingang weiter gesperrt – Bewohner vorerst untergebracht

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Grimma. Nach dem Brand in einem Mehrfamilienhaus an der Straße „An der Holzecke“ in Grimma-Süd bleibt die Situation für die Betroffenen weiterhin angespannt.

Wie Oberbürgermeister Tino Kießig mitteilte, ist der Hauseingang auch einen Tag nach dem Feuer noch gesperrt. Eine Rückkehr in das Gebäude ist derzeit nicht möglich. Das Feuer war am Samstagabend gegen 23:10 Uhr im Keller des Hauses aus bislang ungeklärter Ursache ausgebrochen. Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Grimma, Hohnstädt und Großbardau evakuierten laut Polizeiangaben mehr als 20 Bewohner und konnten den Brand schließlich löschen. Insgesamt sechs Menschen wurden demnach verletzt. Eine 43-jährige Frau sowie ein vierjähriges Mädchen mussten mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung stationär in ein Krankenhaus aufgenommen werden. Vier weitere Bewohner – ein 64-jähriger Mann, zwei Frauen im Alter von 47 und 44 Jahren sowie ein neunjähriger Junge – wurden ambulant behandelt.

Da das Gebäude aktuell unbewohnbar ist, wurden die Bewohner zunächst in der Muldentalhalle untergebracht. Inzwischen konnten laut Stadtverwaltung die meisten Betroffenen bei Freunden oder Verwandten unterkommen. Für fünf Personen stellt die Grimmaer Wohnungs- und Baugenossenschaft vorübergehend Wohnungen zur Verfügung.

Unterstützung erhalten die Betroffenen zudem von der Volkssolidarität, die sie kurzfristig mit dem Nötigsten versorgt. Unklar bleibt unterdessen die Rolle des Vermieters: Die deutschlandweit tätige Immobilienfirma mit Sitz in Berlin war nach Angaben von Oberbürgermeister Kießig auch am Sonntagvormittag zunächst für die Stadtverwaltung weiterhin nicht erreichbar.

Die Höhe des entstandenen Schadens ist bislang nicht bekannt. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen und will einen Brandursachenermittler einsetzen.

Update 12:25 Uhr: Die Hausverwaltung hat sich mittlerweile für die betroffenen Mieter um Hotelzimmer kümmern können. 

Update 11:45 Uhr: Mittlerweile musste eine weitere Person durch die GWB untergebracht werden, wie Oberbürgermeister Tino Kießig mitteilte. Zudem habe nun auch die Hausverwaltung Kontakt mit der Stadtverwaltung aufgenommen. Kießig betonte erneut seinen ausdrücklichen Dank an die Einsatzkräfte der Nacht sowie an die Volkssolidarität, die GWB und die Tafel Muldental, die sich unkompliziert um die inzwischen sechs Betroffenen kümmern.