Borna/Neukirchen. Ein lebensgefährlicher Eisunfall hat am Donnerstagnachmittag einen Großeinsatz mehrerer Feuerwehren ausgelöst.
Am Donnerstagnachmittag, kurz nach 17 Uhr, wurde die Feuerwehr Borna gemeinsam mit den Feuerwehren aus Zedtlitz, Neukirchen und Wyhra sowie der Drohneneinheit aus Regis-Breitingen zu einem extrem zeitkritischen Einsatz alarmiert.
Zwischen Neukirchen und Nenkersdorf war eine Person auf einer Resteisfläche des Harthsee eingebrochen. Das Opfer befand sich in akuter Lebensgefahr und konnte aus eigener Kraft das rund zehn bis 15 Meter entfernte Ufer nicht mehr erreichen.
Trotz der abgelegenen Einsatzstelle trafen die ersten Kräfte der Feuerwehren Zedtlitz und Neukirchen innerhalb kürzester Zeit ein. Um die Rettung einzuleiten, bahnten sich die Einsatzkräfte mit Steckleiterteilen einen Weg über das brüchige Eis. Parallel dazu wurde ein Rettungsboot in Stellung gebracht, um die eingeschlossene Person schnellstmöglich zu erreichen.

Die koordinierten Maßnahmen zeigten rasch Wirkung: Dank des routinierten Vorgehens gelang es den Einsatzkräften, die Person zügig aus dem Eis zu retten, ans Ufer zu bringen und an den Rettungsdienst zu übergeben. Zur medizinischen Absicherung war auch der Rettungshubschrauber Christoph 63 im Einsatz.
Einsatzleiter und stellvertretender Kreisbrandmeister Kai Noeske lobte im Anschluss die hervorragende Zusammenarbeit aller Beteiligten. Die schnelle und professionelle Rettungsaktion zeige, wie wichtig regelmäßige Ausbildung und Übungen seien. „Dank des kontinuierlichen Trainings wissen unsere Kameradinnen und Kameraden genau, was in solchen Ausnahmesituationen zu tun ist“, so Noeske. Der Einsatz verdeutlicht einmal mehr die Gefahren von scheinbar tragfähigen Eisflächen – und die entscheidende Rolle einer gut eingespielten Gefahrenabwehr.











