B107 Ausbau: Grimma bekommt neue Kreisverkehre

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Symbolbild/pixabay

Grimma/Trebsen. Der geplante Ausbau der Bundesstraße 107 zwischen Grimma und Trebsen schreitet voran.

Wie das zuständige sächsische Landesamt für Straßenbau und Verkehr mitteilt, befindet sich das zentrale Vorhaben aktuell in der Phase der Entwurfsplanung. Konkret geht es um das Projekt „B 107 Ausbau in und nördlich Grimma mit Anbau eines Radweges“.

In diesem Stadium werden die planerischen Grundlagen für den späteren Ausbau geschaffen. Dazu zählen unter anderem umfangreiche vorbereitende Untersuchungen. Derzeit werden mehrere dafür notwendige Leistungen ausgeschrieben. Geplant sind Baugrunduntersuchungen, um die Beschaffenheit des Untergrundes zu klären, ebenso wie umweltfachliche Untersuchungen, bei denen mögliche Auswirkungen auf Natur und Landschaft geprüft werden. Ergänzend dazu sind Immissionsschutzuntersuchungen vorgesehen, die sich mit Lärm- und Umweltbelastungen befassen.

Das infrastrukturelle Großprojekt umfasst zudem den Ausbau von insgesamt vier Kreuzungen entlang der Strecke. Darin eingeschlossen sind sowohl der Kreuzungsbereich am Ortseingang von Trebsen als auch die Anbindungen der Auf- und Abfahrtsrampen zur Autobahn 14 an der Anschlussstelle Grimma.

Ein wesentliches Element der Planung betrifft die künftige Verkehrsführung. Nach Angaben des Landesamtes sind entlang der Ausbaustrecke keine Knotenpunktformen mit Ampelanlagen vorgesehen, auch nicht im Bereich der A-14-Anschlussstelle. Stattdessen sollen die bestehenden Knotenpunkte im Streckenverlauf künftig als Kreisverkehre ausgebildet werden. Diese Lösung soll den Verkehrsfluss verbessern und gleichzeitig die Verkehrssicherheit erhöhen.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Brücke über die A 14. Diese soll im Zuge des geplanten Ausbaus der B 107 durch ein neues Bauwerk ersetzt werden. Allerdings liegt dieses Vorhaben nicht in der Verantwortung des Landesamtes, sondern bei der Autobahn GmbH des Bundes, die für Bau und Erhalt der Autobahninfrastruktur zuständig ist. Der Ersatzneubau wird dennoch eng mit dem Ausbau der Bundesstraße abgestimmt werden müssen.

Mit dem Ausbau der B 107 und dem zusätzlichen Radweg verfolgt der Freistaat Sachsen das Ziel, die Verkehrsinfrastruktur in der Region nachhaltig zu verbessern und gleichzeitig den Radverkehr zu stärken. Konkrete Aussagen zu Baubeginn oder Kosten sind in der aktuellen Planungsphase noch nicht möglich. Diese sollen erst in späteren Verfahrensschritten festgelegt werden, sobald die Untersuchungen abgeschlossen und die Planungen weiter fortgeschritten sind.