Teil der Hochwasserschutzanlage in Grimma erneut geschlossen

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Grimma. Am 6. Februar 2026 wurden die Tore der Hochwasserschutzanlage zwischen der ehemaligen Handschuhfabrik am Oberwerder bis zum Schloss geschlossen.

Wie die Stadtverwaltung mitteilt, sei dies eine Vorsichtsmaßnahme. Aufgrund der Minustemperaturen der letzten Tage hat sich auf der Mulde erneut eine Eisschicht gebildet. Die angekündigten milderen Temperaturen sowie zu erwartender Regen könnten zu einem Eisstau führen, wodurch Hochwasser nicht ausgeschlossen werden kann. Die Situation werde von der Stadt in den kommenden Stunden und Tagen beobachtet.

Die Stadt Grimma schloss die Tore aufgrund einer möglichen Eisstau-Gefahr bereits zwischen dem 12. und 20. Januar 2026, dort war das Eis deutlich dicker aufgrund der langen Zeit in der die Temperaturen deutlich unter null Grad lagen. Das Eis floß schließlich ohne Probleme ab. Die Schließung der Tore führt nun erneut zu Einschränkungen auf dem Mulderadweg. Die Stadtverwaltung bittet daher um Verständnis.

Was bedeutet Eisstau?
Eisstau entsteht, wenn Eismassen in einem Fluss dessen Transportkapazität übersteigen. Steigende Temperaturen, Regen und Schneeschmelze führen zum Aufbrechen der Eisschicht. Verkanten die Eisschollen an Engstellen, staut sich das Wasser flussaufwärts und kann zu Überschwemmungen führen. Ein ähnliches Szenario ereignete sich zuletzt im Jahr 2012.